Evangelischer Presseverband für Bayern e.V.

Evangelisches Fernsehen (efs)

Logo efsDas Evangelische Fernsehen (efs) produziert aktuelle Berichte, Magazine und Dokumentationen für das private Fernsehen in Bayern sowie Filme und Videoclips rund um Kirche und Gesellschaft.

Lebensformen

Logo LebensformenSo vielfältig wie das Leben selbst: bei Lebensformen – dem Magazin des Evangelischen Fernsehens stehen Menschen und ihre Geschichten im Mittelpunkt. Geschichten von Glück und Unglück – und welche Wege die Menschen gefunden haben, mit beidem umzugehen. Lebensformen – das bedeutet faszinierende, aber nie voyeuristische Einblicke ins Leben, einfühlsame Annäherungen anThemen, die wirklich wichtig sind.
Moderiert wird Lebensformen von Christine Büttner, die sich gerne kompetente Gesprächspartner ins Studio einlädt.

Lebensformen sehen Sie jeden letzten Samstag im Monat um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern
Die filmisch hochwertigen Lebensformen Dokumentationen widmen sich mit journalistischem Können und viel Gespür gesellschaftlich wichtigen Themen, für die sonst in der heutigen Medienlandschaft wenig Platz bleibt.


Kirche in Bayern

Engagiert ist das efs auch bei der Sendung "Kirche in Bayern - das ökumenische Fernsehmagazin". Dieses wöchentliche Magazin bietet einen bunten Querschnitt durch das Leben der evangelischen und katholischen Kirche im Freistaat. "Kirche in Bayern" ist zu sehen in den lokalen bzw. regionalen privaten Fernsehsendern in Bayern.

 

Kirche in BayernNeujahrsgespräch mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
Na, heute schon geübt? 2017 schon mal geschrieben oder ausgesprochen? Ja, so schnell geht´s, jetzt sind wir alle schon wieder im neuen Jahr angekommen. 2017 ist für die Evangelische Kirche ein ganz besonderes Jahr. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm schaut im Neujahrsgespräch mit Moderatorin Claudia Dinges unter anderem auf das große Reformationsjubiläum:

 

Kirche in BayernWeihnachtsansprache von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm
Jeden Tag erblicken in der Uni-Frauenklinik in der Münchner Maistrasse neue Erdenbürger das Licht der Welt. An diesen ganz besonderen Ort ist Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm gegangen und hält dort in der Kapelle seine Weihnachtsansprache.

 

Kirche in BayernWeihnachtstalk mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Wie feiert Heinrich Bedford-Strohm in diesem Jahr Weihnachten? Welche Erinnerungen hat er an die Feiertage seiner Kindheit? Und welche Bedeutung hat die frohe Botschaft in Zeiten wie diesen? Das und noch viel mehr erzählte der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende unserer Redakteurin Claudia Dinges.

 

Kirche in BayernWeihnachten früher und heute
Das Paradeisl ist der Vorgänger des heutigen Adventskranzes. Dieses Weihnachtsgesteck, das nach alter Tradition gestaltet ist, kann man am Christkindlmarkt im oberbayerischen Freilichtmuseum Glentleiten bestaunen. Ob Klöppeln, Schnitzen oder Brot backen im Holzofen: Moderatorin Britta Hundesrügge erfährt, wie man sich früher auf Weihnachten vorbereitet hat.

 

Kirche in Bayern„Zwei in einem Boot“ – das Sommerinterview des Evangelischen Fernsehens
Bei einer Bootstour auf dem Kleinhesseloher See in München hat Moderatorin Britta Hundesrügge mit dem evangelischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm über Spiritualität und Urlaub gesprochen.

 

Kirche in BayernFür neugeborene Kinder werden in der evangelischen Gemeinde Eichenau
die Kirchenglocken geläutet. Hier sehen Sie den Fernsehbeitrag.

 

Kirche in BayernHier der Beitrag zur Arbeit der Militärseelsorge

 

Kirche in BayernHier der Einzelbeitrag zum Thema Wikinger: Hätten Sie gewusst, dass das kriegerische Seefahrervolk der Wikinger um 1000 n. Chr. dem alten Glauben den Rücken kehrte und zum Christentum übergetreten ist? Mehr verraten wir in unserem ökumenischen Magazin „Kirche in Bayern“.

 

 

Evangelisches Fernsehen (efs)
www.lebensformen-tv.de
www.kircheinbayern.de

20 Jahre evangelisches TV-Magazin "Lebensformen"

Beratungen in Lebenskrisen und Werte-Orientierung als Programm

Die Bedeutung des Qualitätsjournalismus' in den medialen Umbrüchen hat der Geschäftsführer von SAT.1 Bayern, Alexander Stöckl, bei dem 20. Jubiläum des Beratungsmagazins "Lebensformen" hervorgehoben. Der Journalismus müsse auf die Herausforderung reagieren, dass jeder einzelne durch die neuen technischen Möglichkeiten seine eigene Sicht der Dinge verbreiten könne, sagte Stöckl am Donnerstagabend bei dem Jubiläumsfeier des Evangelischen Presseverbands für Bayern (EPV) in München. Dieser Flut ungefilterter und ungeprüfter Informationen müssten die Medien eine sorgfältige Recherche, ausgewogene Berichterstattung und journalistische Qualität entgegensetzen, wie es das Magazin "Lebensformen" in beispielhafter Weise tue, sagte Stöckl. 

Wie Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), sagte, sei das evangelische TV-Magazin durch seine inhaltliche Ausrichtung eine Bereicherung der bayerischen Fernsehlandschaft. Denn es vermittle neben den häufig schnelllebigen und oberflächlichen Informationen eine fundierte Werte-Orientierung und kulturelle Bildung.

Über die Jahre sei das Magazin seiner Zielsetzung treu geblieben, ganz praktische Lebenshilfe zu geben, sagte EPV-Direktor Roland Gertz. Dazu gehöre auch, menschliche Abgründe, Krisen und Schicksale darzustellen und gleichzeitig zu zeigen, dass es aus christlicher Sicht immer die Möglichkeit eines Neuanfangs gebe. In dem Magazin werde "von der Sinnsuche und Lebenskrisen über Lebensfreude und Leidenschaft die ganze Bandbreite des Lebens dargestellt", ergänzte Claudia Dinges, Chefredakteurin des Evangelischen Fernsehens (efs).

An die turbulenten Anfänge von "Lebensformen" erinnerte Johanna Haberer, Professorin für Christliche Publizistik an der Universität Erlangen und Mitbegründerin des Magazins. Zuerst sei das Magazin quer zu dem eher boulevard-mäßigen Angebot des Privatsenders gestanden. Die inhaltliche Ausrichtung des Magazins sei dann jedoch auf eine immer größere Akzeptanz gestoßen. Denn die Kirche stehe mit ihren vielfältigen Angeboten nahe bei den Menschen und sei ein "Kompetenz-Zentrum für Neuanfang", sagte Haberer.

Unter dem Titel "Lebensformen" entwickelte die EPV-Abteilung Evangelisches Fernsehen (efs) 1997 das erste christliche Beratungsmagazin, das jeweils am letzten Samstag des Monats auf SAT.1 Bayern ausgestrahlt wird.

Redaktionsgespräch mit Siegfried Schneider20 Jahre Lebensformen

Filmbeitrag: Frischer Sound aus München

Gerd Baumann, Mehmet Scholl, Till Hofmann Gerd Baumann ist Professor für Filmmusik, Mehmet Scholl Ex-Fußball-Star und Till Hofmann Kulturveranstalter: drei Münchner, die es sich mit ihrem Musiklabel „Millaphon Records“ zur Aufgabe gemacht haben, regionale Indie-Bands und Musiker zu entdecken. Im Musikclub „Milla“ bieten sie die Bühne für erste Auftritte und bringen die Musik an ihre Hörer. Hannes Ringlstetter oder Dreiviertelblut haben sie bekannt gemacht, andere sind bereits auf dem Sprung zum Erfolg. Ganz frei nach dem Millaphon-Motto: Indie gut, alles gut!

Ein Film von Martin Schwimmer und Dominik Utz
Redaktion Heike Springer

Samstag, 29. Oktober 2016 um 17.00 Uhr, SAT.1 Bayern Regional

Die Reformation to go

Außer Thesen nix gewesen? Weit gefehlt! Die von Martin Luther 1517 losgetretene Reformation war eine der folgenschwersten Bewegungen der Weltgeschichte - und sie hat frappierende Ähnlichkeit mit einem Boxkampf. Michael Sommer und sein Playmobil-Ensemble präsentieren das Allerwichtigste über dieses historische Ereignis in einer Ultrakurzversion.

Das Gewinnspiel zum Video ab Samstag auf facebook.com/epvdigital

Filmbeitrag: Herr und Frau Luther

Bild von Martin Luther und Kathrina von BoraIm Jahr 1525 heiraten Katharina von Bora und Martin Luther im Schwarzen Kloster in Wittenberg. Nicht nur für Luthers erbitterte Gegner ein Skandal. Der ehemalige Mönch und die entlaufene Nonne treten vor den Traualtar. Für den bereits berühmten Reformator und seine fast 20 Jahre jüngere Braut ist es keine Liebesheirat.


Nachdem Katharina von Bora zwei Jahre zuvor mit Luthers Hilfe aus dem Kloster Nimbschen nach Wittenberg geflohen war, verliebt sie sich zunächst in den Studenten Hieronymus Baumgartner, dessen Eltern jedoch eine Heirat verhindern. Nach weiteren erfolglosen Vermittlungsversuchen trifft die selbstbewusste Katharina dann ihre Wahl selbst: Wenn sie schon heiraten müsse, dann entweder Nikolaus von Amsdorf, einen Freund Luthers, oder den Doktor persönlich.
Martin Luther pflegt zu jener Zeit sein Leben als Junggeselle im Augustinerkloster und hält nicht viel von Frauen. Und doch nimmt er Katharinas Antrag an. Vielleicht reizt den Rebellen gerade das Aufsehen, das diese Verbindung in der Öffentlichkeit erregt.
Katharina macht dem Namen Lutherin bald alle Ehre. Sie verwandelt das Schwarze Kloster in ein wohnliches Heim, verwaltet und bewirtschaftet die umfangreichen Ländereien, versorgt die gemeinsamen Kinder, zahlreiche Gäste, Studenten, Gelehrte, Kurfürsten und Herzöge. Das Haus Luther wird zur Pilgerstätte der Reformation.


Schon bald bezeichnet Luther sie in den Briefen, die er von seinen vielen Reisen an Katharina richtet, zärtlich und humorvoll zugleich als meine herzliebe Käthe, Doktorin Lutherin, mein Morgenstern zu Wittenberg, meine Gebieterin, mein Herr Käthe.
Filmemacherin Monika Manoutschehri will mehr wissen über die Beziehung zwischen „Herrn und Frau Luther“. Sie trifft unter anderem Elisabeth Hann von Weyhern und Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche, die sich die Stelle des Nürnberger Regionalbischofs teilen, den Leipziger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Armin Kohnle und die Katharina von Bora-Expertin und Pfarrerin Dr. Sabine Kramer. Luthers Testament, in dem er Katharina - entgegen damaliger Gepflogenheiten - als Alleinerbin einsetzt, betrachtet Dr. Sabine Kramer als Liebeserklärung. Der Film ist von Monika Manoutschehri


Samstag, 22. Oktober, 17.00 Uhr auf SAT.1 Bayern Regional

Sendehinweis

Zum Auftakt des Reformationsjubiläums sendet ARD-alpha im Oktober zwei Produktionen des Evangelischen Fernsehens, die im Rahmen der Doku-Reihe „Luthers Weggefährten“ entstanden sind: Am Freitag, 21. Oktober um 19.00 Uhr sehen Sie „Georg Spalatin – Der unbekannte Reformator“ und eine Woche später, am 28. Oktober, ebenfalls um 19.00 Uhr „Philipp Melanchthon – Eine Spurensuche“.

Während Philipp Melanchthon noch vielen ein Begriff ist, können mit dem Namen Georg Spalatin heute nur noch Experten für Reformationsgeschichte etwas anfangen. Dabei hätte Martin Luther ohne Spalatins diplomatisches Geschick höchstwahrscheinlich ein frühes Ende in einem römischen Kerker gefunden. Wenn Sie mehr über diese engen Vertrauten Martin Luthers wissen möchten, schalten Sie ein, es lohnt sich!

Die Filme von Regisseurin Monika Manoutschehri werden an den jeweils folgenden Montagen um 9.30 Uhr auf ARD-alpha wiederholt.

Film: Mit Musik und Tanz in eine bessere Zukunft

Lusine Harutyunyan und Shiloe MokayMusik kann Menschen miteinander verbinden, über geografische und kulturelle Grenzen hinweg. Musik leistet so einen Beitrag zu Integration und schafft ein Stück Frieden.

Ahmad Abbas aus Homs kam vor vier Jahren aus Syrien nach Deutschland. Zusammen mit anderen geflüchteten Menschen sang er unter der Leitung der Mezzosopranistin Cornelia Lanz bereits im Chor „Zuflucht Kultur“. Hier wurde die Idee zu seinem eigenen Musikprojekt, dem Syrischen Friedenschor, geboren. Die Chormitglieder sind junge, in München lebende Syrer. Ihre Vision: für Frieden und Freiheit im eigenen Land zu singen. Momentan ist der Chor vor allem in Deutschland erfolgreich. Vor Bundespräsident Joachim Gauck oder im Bayerischen Landtag sind die jungen Männer und Frauen schon aufgetreten. Nach den Konzerten suchen sie das Gespräch mit dem Publikum, beantworten Fragen zu Flucht, Krieg und Heimat und ihrem ganz persönlichen Traum vom Frieden.

Ein zweites Projekt: In Würzburg haben Frauen einmal wöchentlich die Gelegenheit für eine Stunde ihren Flüchtlingsalltag hinter sich zu lassen. Beim Tanzkurs mit Lusine Harutyunyan, einer armenischen Tanzlehrerin, die selbst aus ihrer Heimat fliehen musste. Die Idee zum Tanzkurs hatte Shiloe Mokay, eine junge Amerikanerin, die es wegen der Liebe nach Würzburg verschlagen hat. Als leidenschaftliche Tänzerin hat sie bei der Freien Turnerschaft Würzburg angefragt und ist auf offene Ohren gestoßen.

Wie man mit Musik, Tanz und anderen Projekten Integration schaffen und Kultur vermitteln kann, fragt Lebensformen-Moderatorin Christine Büttner Serena Widmann, die seit fünf Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig ist. Zusehen ist der Beitrag am Samstag, den 24. September 2016 um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern.

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Film: Alfons Hasenknopf: Da komm' i her - da g'hör i hin

Alfons HasenkopfSeit seinem siebten Lebensjahr steht Alfons Hasenknopf auf der Bühne. Er jodelt im Münchner Platzl, hat Engagements in Norwegen und Schweden. Mit Pubertät und Stimmbruch ist dann erstmal Schluss mit den Auftritten. Aber nicht mit der Liebe zur Musik. Der Jugendliche entdeckt neue musikalische Wege: Blues, Rock, Funk und Soul.
Der Altöttinger beginnt eine Ausbildung zum Heizungsbauer und arbeitet zunächst
diesem Beruf. Nebenher macht er eine Gesangsausbildung, ist bald Mitglied verschiedener Bandprojekte und Studiosänger. Ende der Neunziger hängt er seinen bürgerlichen Beruf an den Nagel und versucht eine neue Karriere als Solosänger.
2005 zieht sich Hasenknopf auf eine einsame Berghütte zurück und besinnt sich auf seine bayerischen, musikalischen Wurzeln. Während dieses Aufenthalts entsteht das ungeahnt erfolgreiche Debüt-Album „Hoamkemma“. Der Erfolg ist so groß, dass sich Hasenknopf einen wirklichen Herzenswunsch erfüllen kann: Selbst Missbrauchsopfer, gründet er den Verein „Suibamoond“, der sich für missbrauchte und misshandelte Kinder und Jugendliche einsetzt. Es erfüllt den Mundartmusiker mit Stolz, dass der Verein seit nunmehr gut 10 Jahren so vielen kleinen Menschen eine große Hilfe sein kann.
Mittlerweile wird der bayerische Vollblutmusiker mit seiner Band auf vielen Bühnen gefeiert und kommendes Jahr im April geht ein weiterer Traum für Alfons Hasenknopf in Erfüllung: Ein Auftritt im Circus Krone in München.
Ein Film von Monika Manoutschehri.

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Bauwagen-Kirche

Sie tingelt von Dorf zu Dorf, ist farbenfroh und kreativ: Die Bauwagenkirche in Bayern.

Aus dem schönen Örtchen Zankenhausen bei München ragt die katholische Kirche mit typisch oberbayerischem Zwiebelturm empor. Eine evangelische Kirche gibt es aber weit und breit nicht. Weil das in vielen Dörfern der Kirchengemeinde der Fall ist, hat man sich eine Alternative überlegt: Und die ist farbenfroh und fahrbar.

Kirche in BayernHier sehen Sie den Fernsehbeitrag des evangelischen Fernsehens im ökumenischen Magazin „Kirche in Bayern“:

Filmbeitrag: Helmut Haberkamm: „Edzerdla“!

Bild der MusikergruppeHelmut Haberkamm ist einer der bedeutendsten fränkischen Mundartdichter: Zum Festival »Edzerdla« in den typisch fränkischen Streuobstwiesen von Burgbernheim in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber haben er und seine Mitstreiter am vergangenen Wochenende fast alle auf die Bühne gebracht, die Rang und Namen haben in der fränkischen Mundartkultur: Kabarettist und Franken-Tatort-Star Matthias Egersdörfer machte ebenso mit wie der Steigerwälder Liedermacher Johann Müller, die junge oberfränkische Kabarettistin Mia Pittroff, der Erlanger Schauspieler und Sänger Winni Wittkopp mit seiner Skinny Winni Band, Siggi Michls Landmusigg oder die verrückten Kerwa-Punks von »Gankino-Circus« aus Dietenhofen und der evangelische Pfarrer und Vollblutmusiker Wolfgang Buck mit seiner Band.

Das war längst nicht alles: Auch Künstler wie der bekannte Puppen- und Schauspieler Stefan Kügel vom Theater Kuckucksheim in Heppstädt waren dabei. Oder Newcomer, wie der Schweinfurter Liedermacher Thomas Bauernschmitt, der zum ersten ersten Mal überhaupt auf einer Bühne stand.

Des Frankn wusd siggsd
Is bloß a blasser Schimmer, weider nix
Nedd mehr, obber aa need weenicher.
Mach wos draus.

So endet Haberkamms Gedicht »Frankn is a Draum«. Er und seine Mitstreiter haben etwas draus gemacht. Etwas überaus Sehens-, Hörens und Liebenswertes, wie der Film von Heike Springer über das Mundartfestival »Edzerdla«, dessen Initiator uns seinen »fränkischen Traum« zeigt.

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Filmbeitrag: Neuanfang mit Musik

neustart_mit_musik_emmasonMusik öffnet das Herz - und gerade das kann bei einschneidenden Veränderungen im Leben viel Kraft geben. Filmemacherin Eva Arnold besucht in der aktuellen „Lebensformen“-Ausgabe Menschen, die mithilfe von Musik nochmal ganz neu anfangen und Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sie dabei zu unterstützen.

Der Nigerianer Emmason Amaraihi musste vor einem Jahr seine Heimat verlassen, auf der Flucht vor Boko Haram, die seine ganze Familie ausgelöscht haben. Seit einem guten dreiviertel Jahr lebt er nun am Tegernsee. Schon in Nigeria war der 32-Jährige begeisterter Chorsänger. Deshalb führte ihn sein Weg schon bald zum Männerchor „Tegernseer Liederkranz“.

Martin Lehnerer ist Lehrer für Religion und Sport am Nürnberger Hans-Sachs-Gymnasium und begeisterter Musiker. Mit seiner Band „Miasin Zam“ bietet er geflüchteten Menschen die Möglichkeit, endlich wieder Musik in ihr Leben zu bringen. Regelmäßig treffen sich die Musiker und Musikerinnen aus Armenien, Georgien, der Ukraine, dem Iran und aus Kuba mit ihren fränkischen Bandkollegen in Lehnerers Keller, um für ihre zahlreichen Auftritte zu proben. Unterstützt wird das Projekt von der „Ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe Erlangen“.

Mit Musik zurück ins Leben gefunden hat auch Uschi Laar aus Kolbermoor. Sie war schwer erkrankt und ein guter Freund spielte täglich für sie am Krankenbett. Das gab der Harfinistin die Kraft zum gesund Werden. „Eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben“, wie sie selbst sagt. Daraus entstand die Idee  für das „Musikinstitut für Harfe, Klang und Heilung“. Hier bildet Uschi Laar Harfenspieler speziell für das Spiel in Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen aus.

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Filmbeitrag: Funkstille

Bild zum FilmbeitragWenn sich Eltern von ihren Kindern oder Kinder von ihren Eltern lossagen, verstößt das gegen eine Art Lebensgesetz. Von Freunden, Geschäfts- oder Ehepartnern kann man sich trennen, aber doch nicht von Mama, Papa, Sohn oder Tochter! Vater und Mutter sind zu „ehren“, so steht es in der Bibel, und „Blut ist bekanntlich dicker als Wasser“. Ein Kontaktabbruch gilt - unabhängig davon, was eventuell vorgefallen ist - als Versagen.

Michaela, 44, hat seit 2001 keinen Kontakt zur Mutter. Zu viele Verletzungen gab es, über die die Mutter nicht sprechen konnte oder wollte. Obwohl Michaela heute ganz gut mit der Situation zurecht kommt, bleibt doch ein tiefer Schmerz.

Chris, 37, hat einige Zeit mit dem Gedanken gespielt, den Kontakt zu seinen Eltern einzustellen. Viele Jahre litt er darunter, dass er sich nie wirklich geliebt fühlte. Dann entschied er sich ganz bewusst dafür, auf seine Eltern zuzugehen und seine Probleme offensiv anzusprechen. Heute ist der Vater von zwei Kindern froh, dass er diesen Schritt getan hat.

Die Nürnberger Seelsorgerin und evangelische Pfarrerin Barbara Hauck weiß, wie schmerzvoll ein Kontaktabbruch in der Familie sein kann. Welche Hilfsmöglichkeiten es gibt, darüber hinwegzukommen, davon erzählt sie „Lebensformen“- Moderatorin Christine Büttner im Studio. Die Filmbeiträge sind von Stephanie Schmelcher-Mändle.

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Filmbeitrag: Fraunhofer - ein Hort der freien Musik

Bildausschnitt: Volksmusik im Fraunhofer

Das „Wirtshaus im Fraunhofer“ in München ist in Sachen Politisches Kabarett und Theater eine Institution. Auch für Volksmusik der besonderen Art bietet Wirt Josef „Beppi“ Bachmaier seit 25 Jahren Raum für alte Bekannte, wie Zither-Manä oder die Isarschixn und für Newcomer der Volksmusikszene. Für Beppi nichts Besonderes, denn er profitiert als Wirt auch von den Künstlern, die sich dort ausprobieren können. Seine Volksmusiktage gelten als Geburtsstätte der neuen Volksmusik, die weder Scheuklappen noch Grenzen kennt. Seit einigen Jahren gibt es auch den „Fraunhofer Volksmusikpreis“. „La Brass Banda“, „Koflgschroa“ oder „Zwirbeldirn“ haben sich schon dafür beworben.


„Gankino Circus“, eine Kapelle aus Dietenhofen tritt dieses Jahr zum ersten Mal bei den „Fraunhofer Volksmusiktagen“ auf. Nach ersten Gehversuchen in örtlichen Musikzügen und Kapellen beschließen die vier Freunde als Straßenmusiker durch die Lande zu ziehen: Musikmachen lernt man von Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen, besonders inspiriert werden sie von einem bulgarischen Rundtanz.


G. Rag und die Landlergeschwister gehören zum festen Repertoire des Frühschoppens im „Fraunhofer“ und in Beppis „Herzkasperlzelt“ auf der Oidn Wiesn. „Volksmusik machen, wie es uns gefällt“, am liebsten in Wirtshäusern und Biergärten, das ist die Devise der Band rund um Andreas Staebler, wie G. Rag mit bürgerlichem Namen heißt. Sie spielen Landler, Zwiefache, aber auch Interpretationen von Hank Williams Songs - natürlich unplugged.

Mehr hören können Sie auf Lebensformen am Samstag, den 27.2.2016, um 17:00!

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Filmbeitrag: Musik grenzenlos

Blid der Gruppe Gitanes Blondes

Hans Jürgen Buchner hat mit seiner Band Haindling bereits in den 1980er Jahren traditionelle bayerische Volksmusik mit Elementen afrikanischer und fernöstlicher Klangwelten kombiniert. Und damit ein ganz neues Verständnis von Volksmusik geschaffen.

Heute gibt es eine Vielzahl von Volksmusikgruppen, die Tradition, moderne Rhythmen und Klänge verschiedener Völker und Kulturen miteinander verbinden. Lebensformen-Autor Roman Linke hat drei Bands der bayerischen Weltmusikszene porträtiert.

Das Zigeunerhafte, das Nomadische, das Umherziehen fasziniert die Musiker der Gruppe Gitanes Blondes. Sie bezeichnen sich selbst als musikalische Weltreisende. Sie vereinen bayerische Volksmusik mit traditioneller Zigeunermusik.

Seine lebenslange Suche nach dem für ihn geeigneten Musikinstrument führt den Vollblutmusiker Thomas Gundermann von Stuttgart nach München. Allerdings nicht, ohne auf dem Weg dahin in Indien vom Meister die Chennai zu erlernen oder in Tansania rituelles Trommeln. Als er am Ende seiner Reise in München ankommt, findet er endlich sein Instrument: die altdeutsche Sackpfeife. Diese lehrt er heute und tritt damit in verschiedenen Ensembles oder auch als Solokünstler auf.

Das Münchner Bandkollektiv ExpressBrassBand zelebriert seit über einem Jahrzehnt einen unverwechselbaren Brass Band Stil, tief verwurzelt im klassischen New-Orleans-Jazz, Soul und Afrobeat, mit orientalischen Einflüssen vom Maghreb bis Afghanistan. Die ExpressBrassBand spielt in stark wechselnden Besetzungen, mal zu sechst, mal zu fünfundzwanzigst; hauptsächlich Blechblasinstrumente, begleitet von Schlagzeug, Bongo und Stimme.

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