Kirchenvertreter: Betroffenheit über Tod von Frère Roger (Zusammenfassung)

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Kirchenvertreter: Betroffenheit über Tod von Frère Roger (Zusammenfassung)

Die Ständige Vertreterin des bayerischen evangelischen Landesbischofs, Susanne Breit-Keßler, hat mit Entsetzen und Trauer auf den gewaltsamen Tod von Frère Roger reagiert. "Die Landeskirche trauert um einen großen Mann, der vielen Menschen eine geistliche Heimat aufzuzeigen wusste und dessen christliches Wirken immer im Sinn der Ökumene stand", erklärte Breit-Keßler am Mittwoch in München.

Frère Roger habe sich jahrzehntelang unermüdlich eingesetzt für eine "tolerante und gemeinsame Welt". Jungen Männern und Frauen habe er in seiner 1940 in Taizé geschaffenen Gemeinschaft den Weg der Kontemplation und des inneren, spirituellen Kampfes gelehrt. Sein gewaltsamer Tod sei "um so bitterer in dem Wissen, dass er selbst jede Gewalt ablehnte und sich beständig für den Frieden einsetzte", sagte Breit-Keßler, die zugleich Regionalbischöfin für München und Oberbayern ist.

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, bezeichnete Frère Roger als eine "große Gestalt der Ökumene". Roger Schutz sei den Weg des Gebets und der Erneuerung im Glauben gegangen, der zur Einheit der Kirche führe und den das II. Vatikanische Konzil die "Seele der Ökumene" genannt habe. In seinem Wirken in der Kommunität habe Frère Roger die Menschen "tiefer zu Christus geführt", sagte Wetter bei einer Katechese zum Weltjugendtag in der evangelischen Lutherkirche in Remscheid.

(Artikel vom 17.08.2005)