Leitungswechsel bei der Christusbruderschaft Selbitz
Leitungswechsel bei der Christusbruderschaft Selbitz
Veronika Böthig wird Nachfolgerin von Anna-Maria aus der Wiesche
Der Christusbruderschaft Selbitz (Landkreis Hof) steht ein personeller Wechsel in der Leitung bevor. Die über 120 Schwestern und Brüder der evangelischen Communität haben im September die 55-jährige Schwester Veronika Böthig zur neuen Priorin gewählt. Gegenwärtig ist die Böthig noch im südafrikanischen Zululand, wo sie seit Juni 2004 im diakonischen Einsatz für Aidskranke steht. Ende Weihnachten wird sie wieder ins Mutterhaus nach Selbitz zurückkehren.
Der Wechsel im Amt der Priorin wird nach Mitteilung der Christusbruderschaft erst im Frühjahr 2006 vollzogen. Die langjährige Priorin, die 53-jährige Pfarrerin Anna-Maria aus der Wiesche, konnte gemäß den Statuten der Communität nach zwei sechsjährigen Amtszeiten vorerst nicht wieder gewählt werden. Die angesehene Theologin, die sechs Jahre im Rat des lutherischen Weltbundes mitarbeitete, ist Mitglied der evangelischen Landessynode. Im letzten Rundbrief der Communität merkt die Priorin zu den bevorstehenden personellen Veränderungen an: "Abschied und Neuaufbruch sind Gegebenheiten und Chancen des Lebens".
Eine Veränderung tritt auch auf der Stelle des Seelsorgers und Spirituals der Christusbruderschaft ein. Pfarrer Manfred Kießig, der seit Oktober 1999 den evangelischen Orden seelsorgerlich begleitet, wird Anfang November mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen. Der frühere Aschaffenburger Dekan arbeitet im landeskirchlichen Ökumene-Fachausschuss und in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bayern (AcK) mit. Nachfolger Kießigs wird der 45-jährige Theologe Martin Wirth, der sich in den vergangenen acht Jahren mit seiner Frau eine Pfarrstelle in der mittelfränkischen Gemeinde Stein teilte. Er wird am 2. Adventssonntag in der Selbitzer Ordenshauskapelle in sein neues Amt eingeführt.


