Fünfhundertste "Tafel"-Gründung in Hof

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Fünfhundertste "Tafel"-Gründung in Hof

Bundesweit werden 500.000 Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt

Mit einem Aktionstag in der oberfränkischen Saalestadt Hof hat der Bundesverband "Deutsche Tafel e.V." am Wochenende die fünfhundertste "Tafel-Gründung" in Deutschland gefeiert. Die "Tafeln" sammeln seit 1993 von Supermärkten und anderen Handelsunternehmen überschüssige Lebensmittel ein (Motto: "Jeder gibt, was er kann") und verteilen sie an bedürftige Menschen. Inzwischen gibt es nach Angaben des Verbandes bundesweit über 1.200 Ausgabestellen.

Als eine "Erfolgsgeschichte bürgerschaftlichen Engagements" hat Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) anlässlich des Hofer Aktionstages die "Tafel"-Bewegung gewürdigt. 25.000 Bürger würden sich heute ehrenamtlich als Tafelhelfer für Bedürftige engagieren, um "das Leben in unserer Gesellschaft wärmer zu gestalten". Nach Mitteilung des Bundesverbandes werden gegenwärtig 500.000 Menschen mit Lebensmittelspenden versorgt.

"Wir können vor der wachsenden Armut nicht mehr die Augen verschließen", sagte der Vorsitzende der neu gegründeten Hofer "Tafel", Pfarrer Friedrich Sticht. Als Vereinsdomizil hat der frühere Diakonie-Geschäftsführer die "Inkurabel", ein historisches Gebäude im Hofer Stadtzentrum, gewinnen können.

(Artikel vom 04.10.2005)