Augsburger Diakonissenanstalt feiert 150-jähriges Jubiläum
Augsburger Diakonissenanstalt feiert 150-jähriges Jubiläum
Schwerpunkte liegen bis heute in der Krankenpflege und in der Ausbildung
Die Augsburger Diakonissenanstalt feiert am Samstag, 15. Oktober, ihr 150-jähriges Bestehen. Die evangelische Einrichtung ist Trägerin eines der größten Belegkrankenhäuser der Stadt und bildet in eigenen Schulen den pflegerischen Nachwuchs aus. Im Jubiläumsjahr wurde auch die Sanierung und Erweiterung des Krankenhauses beschlossen. Außerdem haben die Vorbereitungen für den Bau eines Ärztehauses mit 18 Praxen begonnen. Die Schwesternschaft unterhält darüber hinaus ein großes Tagungszentrum und bietet Unterkünfte mit Hotel-Garni-Service an.
Mit den Neubauten und der Konzentration auf bestimmte medizinische Fachgebiete will sich die Diakonissenanstalt für die Zukunft rüsten, erläuterte Rektor Heinrich Götz am Dienstag vor der Presse. Die günstige Lage am Augsburger Hauptbahnhof komme Patienten wie Besuchern entgegen. Der Rektor spricht in diesem Zusammenhang gern von einer "Klinik mit ICE-Anschluss".
Der Schwerpunkt der Diakonissen liege nach wie vor in der Kranken-, Alten - und Gemeindepflege, erläuterte Oberin Ulla Uebelhoer. 1855 hatten Augsburger Pfarrer die ersten Diakonissen aus Straßburg geholt, um mit ihnen eine Gemeindekrankenpflege aufzubauen. Altersbedingt habe man in den letzten Jahren bis auf Augsburg alle Einsatzorte in Bayern aufgeben müssen, bedauert Uebelhoer. Die Mehrzahl der 93 Augsburger Diakonissen lebt heute im Ruhestand.
Ganz anders die Situation in Tansania/Afrika, wo die Augsburger Diakonissenanstalt vor 25 Jahren am Fuße des Kilimandscharo eine inzwischen selbstständige Schwesterngemeinschaft ins Leben rief. Sie hat in der jungen Kirche des Landes inzwischen zahlreiche Schlüsselstellungen inne. Unter anderem kümmern sich einheimische Diakonissen um die wachsende Zahl von Aidswaisen.


