"Dringender Bedarf an Pflegehospizen"
"Dringender Bedarf an Pflegehospizen"
Bislang gibt es Hospize nur in drei bayerischen Regierungsbezirken
In Bayreuth wird voraussichtlich 2006 mit dem Bau eines Pflegehospizes mit zehn Plätzen begonnen. Der Verwaltungsratsvorsitzende der Bayreuther Diakonie, Dekan Hans Peetz, sagte am Donnerstag gegenüber dem epd, nach mehreren Anläufen befinde sich die Planung jetzt in einem konkreten Stadium. Am Millionenprojekt im Bayreuther Stadtteil Oberpreuschwitz werden sich voraussichtlich neben der Diakonie die Bayreuther Hospizstiftung, der örtliche Hospizverein und möglicherweise auch die Caritas beteiligen.
Nach Auffassung von Dekan Peetz bestehen angesichts der aufflammenden Diskussion über aktive Sterbehilfe "dringender" Bedarf für stationäre Hospize. "Es geht um ein möglichst schmerzfreies und menschenwürdiges Sterben", sagte Peetz. In Oberfranken sind nach der staatlichen Planung insgesamt achtzehn Hospizbetten vorgesehen. Als weitere Träger haben sich nach Auskunft der Regierung von Oberfranken das Diakoniewerk Martinsberg in Naila sowie eine Kronacher Einrichtung beworben. In Bayern gibt es bislang neun Hospize die sich auf drei der sieben Regierungsbezirke - Oberbayern, Schwaben, Mittelfranken - verteilen. In den übrigen Regierungsbezirken gibt es noch keine solchen Einrichtungen.


