Gebetswoche für die Einheit zentral in Augsburg eröffnet

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Gebetswoche für die Einheit zentral in Augsburg eröffnet

Bayerischer Ökumene-Vorsitzender: Christliche Wahrheit ist "symphonisch"

Irland steht im Mittelpunkt der weltweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen vom 18. bis 25. Januar. In Deutschland findet der zentrale Eröffnungsgottesdienst am 20. Januar um 18 Uhr in der Augsburger Basilika St. Ulrich und Afra statt. Dabei solle deutlich werden, dass die Wahrheit des christlichen Glaubens in unterschiedlichen Bekenntnissen "symphonischen Charakter" hat, erklärte der katholische Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) in Bayern, Prälat Bertram Meier (Augsburg) am Mittwoch vor Pressevertretern. Mit dem zentralen Eröffnungsgottesdienst wolle man zugleich das Augsburger Friedensjahr 2005 "ausklingen zu lassen".

Um den Gottesdienst, in dem das Evangelium in Aramäisch, der Sprache Jesu, verlesen wird, wirken der römisch-katholische Diözesanbischof Walter Mixa, der evangelisch-lutherische Regionalbischof Ernst Öffner (beide Augsburg) mit. Der evangelisch-methodistische Altbischof Walter Klaiber, Bundesvorsitzender der AcK, wird die Predigt halten.

Nach den Worten des evangelisch-lutherischen Vertreters der Augsburger AcK, Pfarrer Dirk Dempewolf, kommt der Gebetswoche eine zentrale Bedeutung für die geistliche Verbundenheit der Kirchen zu. Gerade das diesjährige Motto aus dem Matthäusevangelium "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen" zeige, dass die Gemeinschaft der Christen "keine künstliche Klammer, sondern eine spirituelle Mitte" habe, die vom gemeinsamen Gebet getragen werde.

Seit 1968 werden die jährlichen Themen von einer gemeinsamen Kommission des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit und dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf erarbeitet. Der ÖRK ist die Dachorganisation von 347 Kirchen auf allen Kontinenten und aus nahezu allen christlichen Traditionen. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied. Die Deutsche Katholische Bischofskonferenz arbeitet jedoch seit 1974 als Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland mit.

(Artikel vom 11.01.2006)