Das Mozartfest zu Gast in Kloster Bronnbach
Das Mozartfest zu Gast in Kloster Bronnbach
Zu einem kulturellen Zentrum von überregionaler Bedeutung entwickelt sich das ehemalige Zisterzienserkloster Bronnbach im Taubertal. Mehr als 200 Termine finden sich im Veranstaltungskalender 2006, darunter zwei Konzerte des Würzburger Mozartfestes und Vorträge des Universitätsbundes Würzburg. Das Programm "Bronnbacher Kultouren" ist ab sofort beim Landratsamt des Main-Tauber-Kreises erhältlich (Tel. 09341-82276, Internet www.kloster-bronnbach).
Vor allem die Eröffnung des Gästehauses im umgebauten Bursariat, ehemals Sitz der Klosterverwaltung und zuglich Torbau der Anlage aus dem Jahr 1157 wird ab Mai zahlreiche Gäste in das Kloster bringen. So plant die Deutsche Akademie für Kulinaristik im Juli ein Seminar über Gottesdienst und Mahlkultur. Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof stellt in einem der 36 Vorträge die Frage, ob Deutschland die Kraft hat, sich im Prinzip der Freiheit zu erneuern. Musikalisch werden neben 24 Konzerten auch Workshops angeboten, unter anderem für Organisten und Gospel-Freunde. Kunstausstellungen und Theateraufführungen runden das Programm ab.
Das Kloster entstand als Konvent der Zisterzienser und wird derzeit in mehreren Abschnitten saniert. Die 1222 geweihte dreischiffige Basilika in Bronnbach wurde im spätromanischen und frühgotischen Stil errichtet und gilt als eine der bedeutendsten süddeutschen Ordenskirchen. Nach der Säkularisation 1803 fiel die Anlage an das Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg das sie vor 20 Jahren an den Landkreis Main-Tauber verkaufte. Im September 2000 bezog ein kleiner Konvent der Missionare von der Heiligen Familie Quartier im Kloster. Eigentümer ist jedoch weiterhin der Landkreis.


