Experten: Hilfe für Pakistan reicht nicht aus
Experten: Hilfe für Pakistan reicht nicht aus
Einige Camps noch immer ohne medizinische Hilfe
Die Erdbebenopfer in Pakistan leben nach Expertenangaben bei eisigen Wintertemperaturen immer noch unter menschenunwürdigen Bedingungen. Die internationale Hilfe werde nicht ausreichen, um die bei der Katastrophe im Oktober vergangenen Jahres zerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen, teilte das Missionsärztliche Institut Würzburg am Montag mit. Hilfstransporte würden zudem durch Erdrutsche, Schnee und Regen behindert. Wie lange das Wetter den Einsatz von Hubschraubern zulasse, sei ungewiss.
Die vom UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) vorgegebenen Mindeststandards für Flüchtlingslager in Krisengebieten seien bislang nicht erfüllt, berichtete der für das Institut in Pakistan tätige Gesundheitsexperte Andreas Fabricius. Bei dem Versuch, die Sommerzelte zu heizen, würden immer wieder Menschen ersticken. In vielen Lagern gebe es kaum sauberes Wasser und zu wenig Toiletten. Einige Camps müssten ohne medizinische Hilfe auskommen, so Fabricius. Insgesamt wurden rund 3,5 Menschen durch die Naturkatastrophe obdachlos, weitere 135.000 wurden verletzt. Etwa 80.000 Menschen starben bei dem Erdbeben am 8. Oktober.
Zwei von Fabricius organisierte mobile Kliniken sind derzeit mit Impfprogrammen beschäftigt, wie es weiter hieß. In der einen werden Menschen aus Bergdörfern um die Städte Boi und Bilola versorgt, die andere wird in den Lagern um Muzaffarabad eingesetzt. Dort leiden laut Fabricius vor allem Kinder an Durchfall, Husten und Lungenentzündung.


