Diakonie Neuendettelsau gründet Universität
Diakonie Neuendettelsau gründet Universität
Private Hochschule für europäische Gesundheitswirtschaft geplant
Die Diakonie Neuendettelsau will eine Universität gründen. Geplant sei eine staatlich anerkannte private Hochschule für die europäische Gesundheitswirtschaft, gab Diakoniewerks-Rektor Hermann Schoenauer am Montag beim Jahresfest des evangelischen Sozialunternehmens bekannt. Sie soll den Namen "Internationale DiaLog Universität" tragen.
Die Neugründung soll laut Schoenauer Bachelor- und Masterstudiengänge auf europäischem Niveau anbieten. Inhaltliche Schwerpunkte sollen Gerontologie und Gesundheitswissenschaft sowie Ökonomie, Ethik und Technologie der Sozialwirtschaft sein. Finanziert werden soll die Diakonie-Universität wie andere private Hochschulen durch Studiengebühren und Sponsoren.
Als dritte Finanzsäule will die Diakonie Neuendettelsau eine Universitätsstiftung ins Leben rufen. Öffentliche oder kirchliche Zuschüsse würden nicht benötigt, sagte Schoenauer. Gespräche mit dem bayerischen Wissenschaftsministerium hätten bereits stattgefunden.
Schoenauer stellte die Universitätsgründung in europäischen Zusammenhang. Europa könne nur zusammenwachsen, wenn auch im Sozialbereich die beruflichen Abschlüsse auf hohem Standard angeglichen würden, sagte er. Bildung sei der Schlüssel zur Überwindung gesellschaftlicher Benachteiligung. Außerdem solle die Internationale DiaLog Universität den wachsenden Führungskräftebedarf für die nationalen und internationalen Arbeitsfelder der Diakonie Neuendettelsau decken.
Mit 4.000 Schul- und Ausbildungsplätzen in 32 Schulen ist die Diakonie Neuendettelsau bereits jetzt der größte evangelische Bildungsträger in Deutschland. In den vergangenen Jahren hat sie in Rumänien und Polen Sozialschulen gegründet. Auch in der Altenhilfe nimmt die Diakonie Neuendettelsau eine dynamische Entwicklung. Ihre Plätze für Seniorinnen und Senioren haben sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre auf derzeit 2.400 vervierfacht.


