Lehrerverband kritisiert Diskussion um Schuluniformen
Lehrerverband kritisiert Diskussion um Schuluniformen
Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Albin Dannhäuser, steht der gegenwärtigen Diskussion über eine mögliche Einführung der Schuluniform kritisch gegenüber. Die Schulen bräuchten keine "gesetzliche Krücke", sondern "pädagogische Freiheit", um sich für oder gegen eine Schuluniform zu entscheiden, sagte der BLLV-Präsident auf epd-Anfrage. Wichtig sei, dass die Meinung von Schülern, Eltern und Lehrern vor Ort berücksichtigt werde. Auf keinen Fall dürfe den Schülern eine Uniform "übergestülpt" werden, so Dannhäuser.
Zudem lenke die Diskussion um die Schuluniform von den eigentlichen Problemen in der Bildungspolitik ab, sagte der Verbands-Präsident. "Die Schulen drücke der Schuh woanders". Dannhäuser forderte, die Bildungsfinanzierung umzustrukturieren und stärker zu budgetieren. Eine möglichst frühe Integration ausländischer Schüler brauche die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen. Integration müsse Dimension des ganzen Unterrichtens sein und beruhe auf gegenseitigem Respekt, Verständnis und Förderung, so Dannhäuser. Für besonders problematisch hält Dannhäuser die Tatsache, dass derzeit 30 Prozent der ausländischen Mädchen die Hauptschule ohne Abschluss verlassen.


