Initiative gegen Zwangsprostitution bei Fußball-WM
Initiative gegen Zwangsprostitution bei Fußball-WM
Beckstein: Polizei wird mit "Intensität" vorgehen
Im Kampf gegen Zwangsprostitution während der Fußballweltmeisterschaft hoffen Schutzorganisationen auf die Bevölkerung und sogar auf die Freier. Wer Spuren von Misshandlung beobachtet, erreicht unter der Telefonnummer 08 000 111 777 Mitarbeiterinnen von Solwodi und Jadwiga, die sich um Opfer von Menschenhandel kümmern. Die Aktion "Schau genau ... eine Frau", die mit Plakaten und Postkarten auf diese mehrsprachige Not-Hotline hinweisen soll, startet am 2. Juni.
Auch die Polizei werde "mit Intensität gegen diese besonders scheußliche Deliktform vorgehen", betonte Bayerns Innenminister Günther Beckstein, als die Aktion gegen Menschenhandel am Mittwochabend in Nürnberg vorgestellt wurde. Ausdrücklich unterstützt er die Initiative kirchlicher Frauenverbände und des Europäischen Parlaments, die vom bayerischen Sozialministerium finanziell gefördert wird. Aber Schätzungen, dass 40.000 Prostituierte nach Deutschland kommen werden, teilt der Innenminister nicht: "Die Zahl 40.000 halte ich für völlig überzogen, denn das würde der Markt bei 1 Million ausländischer WM-Besucher gar nicht hergeben," sagte Beckstein.


