Bayernweites Projekt zur Beseitigung der Jugendarbeitslosigkeit abgeschlossen
Bayernweites Projekt zur Beseitigung der Jugendarbeitslosigkeit abgeschlossen
Über 120 Mikroprojekte mit Mitteln aus Europäischem Sozialfonds gefördert
Als "vollen Erfolg" hat Arbeitsstaatssekretär Jürgen W. Heike (CSU) die Ergebnisse des bayernweiten Projekts "ESF-Mikroprojekte 2003-2006" zur Beseitigung der Jugendarbeitslosigkeit bezeichnet. "Die knapp 120 Mikroprojekte in ganz Bayern haben gezeigt, dass mit ehrenamtlichem Engagement oft schneller, flexibler und unbürokratischer reagiert werden kann als mit institutionellen Formen der Arbeitsförderung", erklärte Heike bei der Abschlussveranstaltung am Mittwoch in München. Die Maßnahmen wurden mit rund 1,3 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt und von der Evangelischen Jugendsozialarbeit Bayern (EJSA) koordiniert.
Die Vielzahl unterschiedlicher Projekte, zu denen beispielsweise eine Fahrradwerkstatt, Schülerfirmen und "Business-Opas" gehörten, seien Beleg für ein "zukunftsweisendes Konzept einer aktiven Bürgergesellschaft zu Gunsten junger Menschen", so Heike. Dabei gehe es nicht nur um innovative Ansätze der Arbeitsteilung zwischen Staat und Bürger, sondern um ein lebendigeres Gemeinwesen und ein besseres menschliches Miteinander.
Der Geschäftsführer der Evangelischen Sozialarbeit Bayern (EJSA), Kurt F. Braml, erklärte, die Mikroprojekte hätten gezeigt, wie sehr "ehrenamtliches Handeln professionelles Agieren sinnvoll ergänzen kann". Es gebe ein unerwartet großes Potenzial an engagierten Menschen jeden Alters, denen daran gelegen sei, einen Beitrag zur Behebung der Arbeitslosigkeit zu leisten, das mehr genutzt werden müsse.
Unterstützt wurden bislang 118 von insgesamt 124 Initiativen mit Beträgen zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Dabei gab es Braml zufolge fünf Schwerpunkte: Schulnahe Projekte, Integrationshilfen für Migranten, Patenschaften von Senioren oder Unternehmern, Jugendfreizeit-Aktivitäten sowie zahlreiche Projekte in den Bereichen Qualifizierung, neue Medien und Arbeitspraxis. Die gesetzten Ziele seien "mehr als erreicht" worden, zumal mehr als 40 Prozent der Projekte weitergeführt würden, so Braml.
Zu den Projekten gehörte zum Beispiel ein Programm zur Integration von Spätaussiedlern der Bamberger Universität, im unterfränkischen Holzhausen eröffnete die Dorfjugend einen Internetraum mit Schulungen für Kinder und Erwachsene, in Kitzingen wurden Schüler mit "Übungsfirmen" fit gemacht für die Berufswelt, und in Gilching bei München startete die Seniorin Gertie Fiedler ein Patenschaftsprojekt für Lehrstellen.
Internet: www.esf-mikroprojekte.de


