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Veröffentlicht auf EPV - Evangelischer Presseverband für Bayern (http://www.epv.de)

Aktion "1+1" wirbt für arbeitslose Jugendliche

Aktion "1+1" wirbt für arbeitslose Jugendliche

Schulende bedeutet für viele das Aus in der Vorrunde

Die evangelische Spendenaktion "1+1 – Mit Arbeitslosen teilen" hat eine Kampagne für arbeitslose Jugendliche gestartet. Für immer mehr Jugendliche bedeute das Ende der Schulzeit bereits das "Aus in der Vorrunde", heißt es auf Plakaten, mit denen in den bayerischen Kirchengemeinden um Unterstützung geworben wird. Die Kampagne wurde am Mittwoch in Fürth der Presse vorgestellt.

Beim bevorstehenden Kollektensonntag am 16. Juli sollen die Kirchengemeinden landesweit rund 100.000 Euro für "1+1" aufbringen, hofft Edith Nikolajsen (Nürnberg), Projektleiterin der Aktion. Benachteiligte Jugendliche müssten "wieder ins Spiel gebracht" werden.

Seit der Gründung 1993 haben evangelische Gemeindemitglieder und Kirchenmitarbeiter 7,2 Millionen Euro für die Arbeitslosenaktion gespendet. Nachdem jeder Euro aus Mitteln der Landeskirche verdoppelt wird – deshalb der Name "1+1" – standen bisher fast 14,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld wurden nach Angaben der Aktion mehr als 5.500 Menschen wieder in Arbeit gebracht.

Ein Beispiel für die geförderten Projekte ist die Berufshilfe Fürth, in der Jugendliche den Hauptschulabschluss nachholen können und zugleich im Rahmen von Ein-Euro-Jobs handwerkliche Fähigkeiten als Schreiner, Schneider oder Schlosser erlernen. Weil die öffentlichen Mittel für solche Initiativen immer spärlicher flössen, werde die Unterstützung durch Spendengelder immer wichtiger, erklärten Vertreter der Aktion "1+1". "Unser Land braucht einen Patriotismus, der Arbeitslosen Gerechtigkeit widerfahren lässt", sagte der Fürther Dekan Michael Höchstädter.

(Artikel vom 05.07.2006)

URL:
http://www.epv.de/node/2313