KZ-Gedenkstätte Dachau zeigt Ausstellung über Pfarrer Paul Schneider

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

KZ-Gedenkstätte Dachau zeigt Ausstellung über Pfarrer Paul Schneider

Die KZ-Gedenkstätte Dachau zeigt von 16. Juli bis 31. Oktober eine Ausstellung über den evangelischen Pfarrer Paul Schneider (1897-1939), der im Konzentrationslager Buchenwald ermordet wurde. Am Sonntag (16. Juli) wird Pfarrer Björn Mensing in einem Gottesdienst an den "Prediger von Buchenwald" erinnern, teilte die KZ-Gedenkstätte Dachau am Donnerstag mit.

Paul Schneider stammte aus dem Rheinland und kam 1937 wegen seiner konsequenten Ablehnung des NS-Regimes nach Buchenwald. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen innerhalb seiner Landeskirche und Gestapo-Haft in Koblenz. Im KZ Buchenwald wurde er im berüchtigten "Bunker" inhaftiert, weil er sich weigerte, die Nazi-Fahne zu grüßen. Aus seiner Zelle sprach er den Mitgefangenen auf dem Appellplatz wiederholt Mut zu. Er starb als eines der ersten "Blutopfer" der Bekennenden Kirche am 18. Juli 1939 durch brutale Misshandlung und eine Überdosis Strophantin.

(Artikel vom 06.07.2006)