"Bildung nicht im Elfenbeinturm"
"Bildung nicht im Elfenbeinturm"
Diakonie in Bayreuth begründet Partnerschaft mit Gymnasium
Die Diakonie in Bayreuth hat mit dem Richard-Wagner-Gymnasium, mit fast 140 Jahren eine der ältesten höheren Schulen der Stadt, eine offizielle Partnerschaft begründet. Bei der Feier in der Matthias-Claudius-Kapelle sagte Diakonie-Vorstand Uwe Manert am Mittwoch Bildung und Soziales würden bei diesem Kooperationsmodell auf ideale Weise miteinander verbunden. Die Diakonie und ihre verschiedenen Träger stellen künftig unter anderem rund dreißig Prakikumsplätze für das Gymnasium zur Verfügung. Auf den verschiedensten Arbeitsfeldern soll die soziale Kompetenz junger Menschen gefördert werden.
Oberstudiendirektor Horst Anclam wies darauf hin, dass gegenwärtig 41 bayerische Gymnasien einen sozialwissenschaftlichen Zweig unterhielten. Diese Ausbildungsrichtung sei in Bayern 1965 als "Sozialwissenschaftliches Gymnasium für Mädchen" eingeführt worden, um der Mädchenbildung auch im ländlichen Raum weiteren Auftrieb zu geben. Seit 1985 ist dieser Zweig auch für Jungen offen.
"Bildung darf kein theoriebetonter Elfenbeinturm sein", sagte der Schulleiter. Die Diakonie mit ihrer Größe, ihrer Vielfalt und ihrer religiösen Orientierung sei das beste Anschauungsobjekt für sozialwissenschaftliche Bildung schlechthin.


