Freie Wohlfahrt: Migrationskinder sind Sorgenkinder

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Freie Wohlfahrt: Migrationskinder sind Sorgenkinder

Jedes Jahr verlassen nach Angaben der Wohlfahrtsverbände 15 Prozent der bayerischen Kinder eine Schule ohne Abschluss, ein Großteil von ihnen stammt aus Migrationsfamilien. "Wir bieten hier eine dringend erforderliche intensivere Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule an", um die Zahl der so genannten "Drop Outs" zu verringern, sagte die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Maria Boge-Diecker am Donnerstag in München. Prävention sei günstiger als teure Nachqualifizierungen.

Gespannt sind die Wohlfahrtsverbände auf das Gespräch am Montag, das die Bezirke mit der bayerischen Sozialministerin Christa Stewens führen wollen. Dabei soll es um Korrekturen im neuen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz gehen, vor allem um Gastschulkinder, die außerhalb ihres Wohnbezirks eine finanziell geförderte Tagesbetreuung suchen. Dies ist bisher nicht vorgesehen.

(Artikel vom 27.07.2006)