Aktion "Rollentausch" will soziales Engagement fördern

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Aktion "Rollentausch" will soziales Engagement fördern

Stewens unterstreicht Bedeutung sozialer Arbeit - 250 Einrichtungen beteiligt

Bei einer bayernweiten Aktion "Rollentausch" sollen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die soziale Arbeit im Alltag hautnah erleben. Ihr Engagement in sozialen Einrichtungen sowie der Austausch von Eindrücken und Erfahrungen unterstreiche, wie notwendig und sinnoll soziale Arbeit sei, sagte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens am Mittwoch beim Auftakt in Ingolstadt.

An der Aktion vom 6. bis 16. Oktober beteiligen sich 250 Häuser und Projekte aus dem Sozialbereich. In dem von Stewens gegründeten Forum Soziales Bayern wirken vor allem Verbände der freien Wirtschaft, kommunale Spitzenverbände und die Wohlfahrtsverbände mit. Die Initiative will das öffentliche Bewusstsein für soziales Handeln stärken.

Die Ministerin verwies zum Projektstart auf die Leistungsfähigkeit und Professionalität der Lebenshilfe-Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in denen unter anderem Stoßdämpfer für den Ingolstädter Automobilhersteller Audi gefertigt werden. So werden dort allein für einen Autotyp wöchentlich 14.500 Stoßdämpfer auf computergesteuerten Schraubstationen montiert. "Wir möchten denen, die Verantwortung in und für unsere Gesellschaft tragen, die Möglichkeit geben, hinter die Kulissen zu blicken und zu erleben, was Sozialarbeit im Alltag bedeutet", so Stewens.

Der Audi-Vorstandsvorsitzende, Professor Martin Winterkorn unterstrich, dass sich das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung als größter Arbeitgeber der Region bewusst sei und auch in Zukunft mit den Lebenshilfe-Werkstätten zusammen arbeiten wolle. Er sprach von einer guten und verlässlichen Partnerschaft. Die Mitarbeiter seien hoch motiviert und erfüllten die hohen Qualitätsanforderungen von Audi. Die Zusammenarbeit besteht seit fast 30 Jahren.

(Artikel vom 06.09.2006)