"Mehr Kontrollen als bei Atomkraftwerken"

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

"Mehr Kontrollen als bei Atomkraftwerken"

Diakonie-Präsident erwartet Deregulierung in den Pflegeheimen

Bayerns Diakonie will bei den Beratungen über das neue bayerische Heimgesetz erreichen, dass "mit der Entbürokratisierung und Deregulierung ernst gemacht" werde. Dies kündigte der Präsident des Diakonischen Werkes in Bayern, Ludwig Markert (München) am Mittwoch im Gespräch mit Diakonie-Mitarbeitern in Bayreuth an. Einen Ansatzpunkt sieht Markert bei den Kontrollen: "Es kann nicht angehen, dass es in Alten- und Pflegeheimen mehr Kontrollen gibt als bei Atomkraftwerken."

Der Diakonie-Präsident sprach die Erwartung aus, dass die Vorschläge der Diakonie zum neuen Heimgesetz bei der Staatsregierung eine positive Resonanz finden. Anders als in anderen Bundesländern seien in Bayern finanzielle Einschränkungen nicht zu befürchten. Gegebenenfalls dürfe die Diakonie auch öffentliche Äußerungen nicht scheuen: "Mit leisen Tönen ist es nicht immer getan - wir müssen manchmal überspitzen, um Gehör in der Öffentlichkeit zu finden." Allzu differenzierte Stellungnahmen würden auf der "politischen Spielwiese" nicht verstanden.

(Artikel vom 11.10.2006)