Medizinerkongress für solidarisches Gesundheitswesen
Medizinerkongress für solidarisches Gesundheitswesen
Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs tagen in Nürnberg
Rund 1.000 Teilnehmer werden zu einem medizinethischen Kongress der "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung" (IPPNW) am Freitag in Nürnberg erwartet. Aktuelles Thema der Tagung ist der Streit um ein solidarisches Gesundheitswesen. Historischer Schwerpunkt ist der Nürnberger Ärzteprozess gegen führende Mediziner der NS-Zeit vor 60 Jahren.
In der Gesundheitspolitik habe sich unübersehbar ein Trend zur Kommerzialisierung und Gewinnorientierung der Medizin durchgesetzt, kritisiert die Ärztevereinigung. Gesundheit und Krankheit würden wie marktfähige Waren und Patienten wie Kunden betrachtet. Dem entgegen trete der Nürnberger Kongress für ein gerechtes und solidarisches Gesundheitswesen ein, in dem die Beschäftigten gerne und mit gutem Gewissen arbeiten könnten.


