Bamberg: Ökumenische Impulse am Vorabend des Bistumsjubiläums

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Bamberg: Ökumenische Impulse am Vorabend des Bistumsjubiläums

In ökumenischer Verbundenheit sind am Dienstag (31. Oktober) die Feiern zum 1000-jährigen Bestehen des Erzbistums Bamberg eingeleitet worden. Am Abend des Reformationstags predigten Erzbischof Ludwig Schick und Oberfrankens evangelischer Regionalbischof Wilfried Beyhl (Bayreuth) beim traditionellen Gottesdienst in der evangelischen Erlöserkirche Bamberg.

In seiner Predigt warb Beyhl für eine Einheit der Kirche in versöhnter Verschiedenheit. Für die Beziehung der Kirchen sei es nicht gut, "wenn einer den andern nach dem eigenen Bild verändern will". Vielmehr sollten "die Katholiken gut katholisch und die Evangelischen gut evangelisch" sein, sagte der Regionalbischof. Dies sei eine gute Voraussetzung für eine ökumenische Geschwisterlichkeit.

Mit Blick auf die Bamberger 1000-Jahr-Feier verwies Beyhl darauf, dass die Reformation Martin Luthers fast genau die Hälfte dieser Zeitspanne markiere. "Die Hälfte dieses Jahrtausends ist unsere gemeinsame Geschichte. Und am Ende der zweiten Hälfte bekennen wir in ökumenischer Verbundenheit unseren gemeinsamen Glauben."

Beyhl rief die beiden großen christlichen Konfessionen dazu auf, verstärkt gemeinsam an einer Erneuerung der Kirche zu arbeiten. "Wir täten uns einen guten Dienst, wenn wir uns gegenseitig Anteil geben, wie wir jeweils Reformation der Kirche heute im Geist Jesu Christi zu praktizieren versuchen." Das betreffe nicht nur Strukturreformen, sondern auch die geistliche Erneuerung, die in einer säkularen Welt zum persönlichen Glauben an Jesus Christus rufe.

Im Anschluss an den Gottesdienst nahmen Erzbischof Schick und Regionalbischof Beyhl an einer feierlichen Vigil im Bamberger Dom teil. Zuvor hatten die Glocken aller katholischen und evangelischen Kirchen im Erzbistum das Jubiläum gemeinsam eingeläutet.

(Artikel vom 31.10.2006)