Ansbacher Bachwoche 2007 präsentiert Programm
Ansbacher Bachwoche 2007 präsentiert Programm
Musikfest bekommt zum 60.Geburtstag eine Superorgel
Mit einer neuen Orgel als Superstar feiert die Bachwoche Ansbach im kommenden Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. 33 Konzerte stehen auf dem am Dienstag vorgestellten Programm des Musikfestes vom 27. Juli bis 5. August 2007. Erstmals erklingt dabei die 1,4 Millionen Euro teuere Rekonstruktion der Wiegleb-Orgel von 1738 in der markgräflichen Hofkirche St.Gumbertus.
Dass für die Wiederherstellung des historischen Vorbilds eine funktionstüchtige Orgel weichen musste, hatte in Ansbach lange für Streit gesorgt. Nun komme die Auseinandersetzung zu einem guten Ende, befand Bachwochen-Intendant Andreas Bomba. Das alte Instrument sei der künstlerischen Potenz des Festivals nicht angemessen gewesen.
Obwohl die neue Orgel derzeit noch nicht bespielbar ist, äußerten sich Vertreter von Bachwoche, Kirche und Stadt euphorisch über das Gelingen der Rekonstruktion. Der bislang kaum bekannte Orgelbauer Johann Christoph Wiegleb (1690-1749) wird bereits als "fränkischer Silbermann" gefeiert. Eingeweiht wird die Wiegleb-Orgel schon vor der Bachwoche am 17. Juni 2007.
Als Höhepunkte verspricht die Bachwoche 2007 zwei Aufführungen der Matthäus-Passion durch das Bach Collegium Japan unter Masaaki Suzuki. Der russische Pianist Evgeni Koroliov vergleicht Bachs Französische Suiten mit ihren Quellen und Nachfolgern.
Eröffnet wird das Musikfest durch Trevor Pinnock und sein European Brandenburg Ensemble mit den sechs Brandenburgischen Konzerten. "The English Concert" präsentiert Trauermusiken von Bach und Händel. Daneben gibt es ein Wiedersehen mit dem Windsbacher Knabenchor und Debüt-Chancen für junge Künstler. Erstmals kommt ein Altmeister nach Ansbach: Jacques Loussier mit seinem Play-Bach-Trio.
Insgesamt stehen rund 20.000 Konzertkarten zur Verfügung. Sie waren bei der vergangenen Bachwoche zu 85 Prozent verkauft. Bestellungen unter Telefon 0981/15037.
Internet: www.bachwoche.de.


