Landesbischof Friedrich: Bayern4Klassik auf UKW erhalten
Landesbischof Friedrich: Bayern4Klassik auf UKW erhalten
In der Diskussion um eine Programmverlagerung von Bayern4 Klassik in den Bereich Digitalradio hat sich der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich, für den Erhalt des Radioprogramms auf der UKW-Welle ausgesprochen. Der Sender sei einer der wenigen, auf dem kulturell wertvolle Musik zu hören sei, schreibt Friedrich in seinem am Donnerstag in München veröffentlicheten Appell an den Intendanten des Bayerischen Rundfunks (BR), Professor Thomas Gruber. Auch dürfe das Programm, das regelmäßig geistliche Musik ausstrahle, nicht in seiner Reichweite beschnitten werden.
Hintergrund der Debatte sind Pläne, ein Jugendradio per Antennenradio auszustrahlen. Weil nur fünf UKW-Wellen zur Verfügung stehen, müsste ein Programm ins Internet oder ins Digitalradio verschoben werden.
Der BR sollte sein Klassik-Programm als "Spezifikum" auf keinen Fall aufgeben, so Friedrich. Zum kulturellen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehöre es, dafür Sorge zu tragen, dass geistliche Musik von einem breiten Publikum gehört werden könne, unterstreicht der Landesbischof, der auch dem Medienausschuss der EKD-Kirchenkonferenz angehört. Die notwendigen Anstrengungen mit Blick auf ein Jugendradio ließen sich hoffentlich auf anderem Weg realisieren, so Friedrich.


