EKD-Studie zum ländlichen Raum
EKD-Studie zum ländlichen Raum
Als einziger bayerischer Vertreter war Wunsiedels Landrat beteiligt
Der Wunsiedler Landrat Peter Seißer hat im Auftrag der EKD an einer Studie über missionarische Perspektiven der evangelischen Kirche im ländlichen Raum mitgewirkt. Das langjährige Mitglied der evangelischen Landessynode war im Frühjahr 2005 als einziger bayerischer Vertreter vom Rat der EKD in eine Arbeitsgruppe unter Bischof Martin Heim (Kassel) für die Ausarbeitung der Studie berufen worden.
Das Ergebnis der Untersuchungen ist jetzt als EKD-Text Nummer 87 erschienen. Aus ihm geht hervor, dass die kirchliche Arbeit im ländlichen Raum - lange Zeit eher konservativ und traditionell geprägt - heute mit höchst unterschiedlichen Erwartungen konfrontiert ist.
Wie EKD-Ratsvorsitzender Bischof Wolfgang Huber in seinem Vorwort anmerkt, stelle der Wandel auf dem Land für die kirchliche Arbeit eine Herausforderung und Chance zugleich dar: "Er muss gestaltet und nicht nur beklagt oder erlitten werden." Kirchenvorstände, Synoden und Pfarrkonvente sollten aus den Ergebnissen des 80-seitigen Textes Konsequenzen für den eigenen Arbeitsbereich ziehen.
In der Studie wird auch die Situation im Landkreis Wunsiedel angesprochen, der bei der Arbeitslosigkeit an der Spitze der bayerischen Landkreise liegt. Hier präge noch, so heißt es, das traditionelle kirchliche Leben die Lebensführung der Menschen, aber es sei ein Rückgang zu beobachten.


