Synodalpräsidentin: Kirche bleibt "verantwortungsvolle Arbeitgeberin"
Synodalpräsidentin: Kirche bleibt "verantwortungsvolle Arbeitgeberin"
Frühjahrstagung des Kirchenparlaments in Ansbach eröffnet
Mit einem Festgottesdienst in der historischen Gumbertuskirche ist in Ansbach die Frühjahrstagung der bayerischen Landessynode eröffnet worden. In ihrer Predigt vor dem Kirchenparlament der 2,6 Millionen bayerischen Protestanten unterstrich Synodalpräsidentin Heidi Schülke (Coburg), dass die umfassende Konsolidierung der kirchlichen Finanzen in den letzten Jahren die "kirchliche Landschaft" verändert habe. Viele gute kirchliche Dienstleistungen und Angebote könnten nicht länger aufrecht erhalten werden. Für die Mitarbeiter werde die Kirche aber auch in Zukunft eine "verantwortungsvolle Arbeitgeberin" sein.
Schülke wandte sich gegen die Auffassung von Pfarrerinnen und Pfarrern, sie würden nur noch als "Kostenfaktor" betrachtet. Dabei werde gerade diesem kirchlichen Berufsstand die größte zeitliche Spanne zur Erbringung der Einsparungen eingeräumt, sagte die Synodalpräsidentin laut Predigt-Manuskript. Die bayerische Landeskirche beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2.630 Pfarrerinnen und Pfarrer.
Zum kirchlichen Aktions-Programm "Kirche vor Ort", dem Schwerpunktthema der Synode, sagte die Synodalpräsidentin, dass die Gemeinden nicht nur um den eigenen Kirchturm orientiert seien, sondern sich auch in das gesellschaftliche Leben einmischten. Bei Begegnungen in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen aus der Region um Ansbach informierten sich die Synodalen über modellhafte Initiativen an der Basis.


