Altersmedizin kommt zu wenig Alten zugute

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Altersmedizin kommt zu wenig Alten zugute

Bayerischer Geriatrietag: Unkenntnis über die Chancen der Geriatrie beklagt

Die Erkenntnisse der Altersmedizin (Geriatrie) kommen zu wenig alten Menschen zugute. Darauf haben am Freitag vor der Presse in München Mediziner und Krankenhausplaner hingewiesen, die am Samstag (17. März) am 2. Bayerischen Geriatrietag mit internationaler Beteiligung in München teilnehmen.

Ein bürokratisches Antragsverfahren bei den Krankenkassen, die restriktive Bewilligung von Reha-Maßnahmen für alte Menschen, ein begrenztes geriatrisches Spezialwissen bei Hausärzten und Krankenhaus-Medizinern und Resignation bei älteren Patienten und ihren Angehörigen führten dazu, dass "die Leistungen der geriatrischen Rehabilitation zahlreichen Patienten vorenthalten werden", sagte der Chefarzt der Kliniken Harthausen in Rosenheim (Oberbayern) Markus Gosch, einer der Veranstalter des Symposiums.

Weit über 80 Prozent der in geriatrischen Reha-Kliniken behandelten und vorher selbstständig lebenden Patienten könnten wieder nach Hause zurück kehren und ein selbstständiges Leben führen, betonten die Experten. Nötig sei, die häufig noch existierende Trennung von Akutgeriatrie und geriatrischer Rehabilitation aufzuheben. Außerdem fehle es an Fachärzten für Geriatrie und geriatrischen Lehrstühlen an den bayerischen Universitäten.

Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU) hat die Schirmherrschaft für den Geriatrietag übernommen. In einem Grußwort weist sie darauf hin, dass durch die Gesundheitsreform der Großen Koalition "ein Rechtsanspruch auf medizinische Rehabilitation, der den Anspruch auf geriatrische Rehabilitation mit einschließt" geschaffen worden sei.

(Artikel vom 16.03.2007)