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Veröffentlicht auf EPV - Evangelischer Presseverband für Bayern (http://www.epv.de)

Evangelische Kirche will Bürokratie abbauen

Evangelische Kirche will Bürokratie abbauen

Mitarbeiter wünschen sich vor allem weniger Vorschriften

Die evangelische Kirche in Bayern will nach Aussage der Landeskirchenamts-Chefin Karla Sichelschmidt bürokratische Hemmnisse abbauen. Weniger Rechtsvorschriften, mehr Fort- und Weiterbildung beim Thema Finanzen, Konzentration bei Verwaltungsaufgaben, verstärkter Einsatz von IT-Technologien sowie eine optimierte Bauberatung sollen künftig für effektivere Arbeitsabläufe sorgen, sagte die Oberkirchenrätin am Mittwoch in Ansbach bei der Tagung der Landessynode. Vier Arbeitsgruppen zu den vier Kernbereichen hätten konkrete Vorschläge für einfachere Abläufe vorgelegt.

Bei einer Online-Umfrage "einfacher verwalten" unter kirchlichen Mitarbeitenden mit fast 800 Rückmeldungen waren Sichelschmidt zufolge vor allem die Vielzahl von Vorschriften beklagt worden. Ein Viertel bis ein Drittel der Antworten nannten Schwierigkeiten in den Bereichen Personal, Finanzen und IT-Kommunikation. 62 Prozent der Befragten hätten Hemmnisse bei Baumaßnahmen genannt. An der Umfrage beteiligten sich zu 80 Prozent hauptamtliche Mitarbeiter und zu 20 Prozent ehrenamtlich in der Kirche tätige Männer und Frauen.

Vor dem Kirchenparlament der rund 2,6 Millionen Protestanten in Bayern sagte die Leiterin des Landeskirchenamtes, dass für die Entbürokratisierung zusätzliche Finanzmittel benötigt werden. Auch warb die Juristin dafür zu prüfen, welche Vorschriften notwendig sind und welche entbehrlich. "Eine gute Verwaltung kostet etwas. Und keine gute Verwaltung zu haben, kostet sogar noch mehr", sagte sie. Entbürokratisierung sei eine Daueraufgabe.

(Artikel vom 21.03.2007)

URL:
http://www.epv.de/node/3361