Mit gekreuzten Armen zum katholischen Abendmahl
Mit gekreuzten Armen zum katholischen Abendmahl
Synode soll Teilnahme von Protestanten an Eucharistie klären
In welcher Weise evangelische Christen an der katholischen Eucharistie teilnehmen, soll die Landessynode entscheiden. Das Kirchenparlament der 2,6 Millionen bayerischen Protestanten, das noch bis Donnerstag in Ansbach tagt, muss sich mit einer Anfrage des evangelischen Dekans von Markt Einersheim (Mittelfranken), Martin Ost, auseinander setzen. In der offiziellen "Fragestunde" im Plenum der Synode will der Dekan als Mitglied des Kirchenparlaments Auskunft darüber, ob es eine Vereinbarung zwischen den Kirchen gebe, nach der sich evangelische Christen bei einer Teilnahme am katholischen Abendmahl durch eine Handbewegung zu erkennen geben müssen.
Dekan Ost bezieht sich in seiner Anfrage auf einen Vorschlag des katholischen Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller. Der Bischof hatte angeregt, dass evangelische Christen bei der katholischen Eucharistie nach einer Erkennungsgeste - über der Brust gekreuzte Arme - den Segen erhalten könnten. Durch diese Praxis werde die Trennung der Konfessionen "peinlich deutlich", befürchtet Dekan Ost. Außerdem werde den katholischen Priestern die Möglichkeit genommen, "stillschweigend" evangelische Christen zur Kommunion einzuladen.
Die römisch-katholische Kirche untersagt ihren Mitgliedern die Teilnahme am evangelischen Abendmahl. In der evangelischen Kirche sind hingegen alle Christen zum Abendmahl zugelassen.


