Weniger evangelische Pfarrer in Bayern
Landeskirchliche Personalchefin berichtet vor Landessynode in Ansbach
Der Stellenabbau unter evangelischen Pfarrern in Bayern schreitet voran. Seit März vergangenen Jahres bis jetzt wurde die Zahl der größtenteils außerplanmäßigen Stellen in den rund 1.200 Gemeinden um 14,75 verringert, wie die zuständige Oberkirchenrätin Dorothea Greiner am Mittwochabend vor dem in Ansbach tagenden Kirchenparlament mitteilte. In Gemeinden und Dekanatsbezirken gibt es laut Landesstellenplanung für 2003-2005 noch einen Überhang von 7,5 Stellen, die bis 2008 gestrichen werden sollen.
Die bayerische Landeskirche beschäftigt derzeit rund 2.600 Theologen und Theologinnen sowie 100 Vikare in verschiedenen Arbeitsbereichen. Etwa 1.750 der Theologenstellen gibt es in den Gemeinden. Einem synodalen Sparbeschluss zufolge müssen seit 2003 bis zum Jahr 2012 laut Greiner pro Jahr 23 Millionen Euro bei der Pfarrerbesoldung eingespart werden. Das entspricht der Streichung von umgerechnet rund 280 Dienstverhältnissen. Es gibt in der Landeskirche Pläne, den Prozess bis 2019 zu strecken.
Ab dem Jahr 2019 würden immer mehr Pfarrer und Pfarrerinnen in den Ruhestand gehen, berichtete Greiner weiter. Dieser Theologenrückgang werde sich über 15 Jahre lang erstrecken und seinen Höhepunkt mit 440 Personen erreichen, wenn die Geburtenjahrgänge 1962 bis 1964 aus dem aktiven Dienst ausscheiden.
Wie die Oberkirchenrätin vor der Landessynode weiter mitteilte, werde derzeit die Landesstellenplanung 2010 vorbereitet. Nachdem der Landeskirchenrat die Eckpunkte festgelegt habe, soll im Juli eine Konsultation dazu stattfinden. An dem Treffen werden etwa 50 Kirchenbeschäftigte und weitere Fachleute teilnehmen. Ein Lenkungsausschuss, der eine Bestandsfeststellung im Bereich der übergemeindlichen Gemeindedienste erarbeitet, will im Mai seine Arbeit beenden.