Pfarrhäuser werden zur finanziellen Belastung
Pfarrhäuser werden zur finanziellen Belastung
Experten sehen 50 Millionen Euro Investitionsbedarf binnen zehn Jahren
Die rund 1.800 Pfarrhäuser in Bayern werden für die evangelische Kirche zunehmend zu einer finanziellen Belastung. Für die Instandhaltung der Pfarrhäuser gehe eine Expertengruppe von Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre aus, sagte Oberkirchenrat Hans-Peter Hübner (München) am Donnerstag vor der Landessynode in Ansbach.
Für Unterhalt und Renovierung der Gebäude sollten nach Auffassung der "Projektgruppe Pfarrhaus" 20 Euro pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche aufgebracht werden. Bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 150 Quadratmetern pro Pfarrhaus ergebe sich eine Fläche von insgesamt 250.000 Quadratmetern.
Die Projektgruppe sprach sich dafür aus, dass Gemeindepfarrer auch künftig ein eigenes Wohnhaus oder eine Dienstwohnung beziehen sollten und somit die Präsenzpflicht gewährleistet werde. Der Vorschlag, dass die Gemeinden für die Rücklage selbst aufkommen sollen, stieß bei der Aussprache im Kirchenparlament auf Ablehnung.


