Keine Protestanten-Segnung bei katholischer Eucharistie

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Keine Protestanten-Segnung bei katholischer Eucharistie

Die evangelische und die katholische Kirche haben keine Annäherung in der Gestaltung des Abendmahls gefunden. Wie der Regensburger evangelische Regionalbischof Hans-Martin Weiss vor der Landessynode in Ansbach, die am Donnerstag zu Ende ging, berichtete, sei sein Vorschlag, evangelische Christen zu segnen, von der katholischen Kirche nicht aufgegriffen worden.

Der Regionalbischof hatte angeregt, dass sich Protestanten als Teilnehmer bei der katholischen Abendmahlsfeier durch ein Handzeichen zu erkennen geben sollten und dann den Segen empfangen könnten. Als Reaktion auf seinen Vorschlag habe es ein Rundschreiben des Regensburger katholischen Generalvikars in "sehr restriktivem Ton" gegeben, sagte Weiss.

Nach dem katholischen Kirchenrecht dürfen nur "katholische Gläubige" die Eucharistie empfangen. Sein Vorschlag hätte ein "Zeichen der Sehnsucht" sein können, die "Trennung am Tisch des Herrn" zu überwinden, betonte Weiss. Aber auch in der evangelischen Kirche sei die Protestanten-Segnung beim Abendmahl zurückhaltend aufgenommen und als "Symbol von Selbstdiskriminierung" aufgefasst worden.

Wie der evangelische Dekan von Markt Einersheim, Martin Ost, erklärte, werde durch eine Erkennungsgeste evangelischer Christen bei der katholischen Eucharistie die Trennung der Konfessionen "peinlich deutlich".

Zusammenfassung folgt bis 16 Uhr

(Artikel vom 22.03.2007)