Flüchtlingsbetreuung "massiv gefährdet"
Flüchtlingsbetreuung "massiv gefährdet"
Münchner Sozialreferent Graffe kritisiert staatliche Einsparungen
Durch den Wegfall von Zuschüssen des Freistaats Bayern für die Betreuung von Flüchtlingsheimen sieht der Münchner Sozialreferent Frieder Graffe die Einbindung der Heime in die jeweiligen Stadtviertel "massiv gefährdet". Durch den Abzug professioneller Mitarbeiter werde auch "das ehrenamtliche Engagement der Bürger in den Heimen so nicht mehr zu gewährleisten sein", sagte Graffe im Münchner Stadtrat auf eine Anfrage der SPD-Stadträte Brigitte Meier und Helmut Schmid.
Neu aufgenommene Flüchtlinge blieben ohne Unterstützung und Orientierung. Flüchtlinge, deren Asylantrag abgelehnt wurde, bekämen keine Hilfe mehr bei der Erarbeitung einer vernünftigen Rückkehrperspektive. Die 20 staatlichen Gemeinschaftsunterkünfte und eine Aufnahmeeinrichtungen werden von der katholischen Caritas (15 Einrichtungen) und der evangelischen Inneren Mission (fünf Einrichtungen) betreut. Die Caritas musste laut Graffe auf Grund der Kürzungen fünf von 15 Planstellen abbauen, die Innere Mission 1,5 von 5,5 Planstellen.


