Hirnforschungs-Ergebnisse sollten in Schultheorie integriert werden

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Hirnforschungs-Ergebnisse sollten in Schultheorie integriert werden

Eine "biologische Aufklärung" der Pädagogik hat die Erlanger Professorin Annette Scheunpflug bei einer Veranstaltung der Evangelischen Schulstiftung am Freitagabend in Nürnberg gefordert. Ergebnisse der aktuellen Hirnforschung sollten "in eine anspruchsvolle Theorie der Schule integriert" werden, sagte Scheunpflug, die auch Mitglied der EKD-Kammer für Bildung und Erziehung ist.

Häufig bestätigten die Versuche der Hirnforscher, "was wir aus der didaktischen Forschung schon lange wissen". Eine pädagogische Lehrtheorie oder im Klassenraum verwertbare Tipps seien vermutlich aus der Hirnforschung nicht unmittelbar abzuleiten. Dafür brauche es die geisteswissenschaftliche Pädagogik.

Der Neurobiologe Manfred Spitzer schilderte Lernen als natürliches Ergebnis der biologischen Funktionen des Organs Gehirn. Werde in der Schule etwas mit Angst und Schrecken eingebläut, so Spitzer, dann werde es auch "nahe bei Gehirnbereichen abgelegt, die für Angst und Schrecken da sind". Es könne dann niemals "kreativ für Problemlösungen angewendet" werden.

(Artikel vom 16.01.2005)