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Veröffentlicht auf EPV - Evangelischer Presseverband für Bayern (http://www.epv.de)

"Asyl-Kindergarten" bleibt vorerst erhalten

"Asyl-Kindergarten" bleibt vorerst erhalten

20.000-Euro-Spende gegen akute Finanznot - Innere Mission wirbt um Erhalt

Der Kindergarten für Asylflüchtlinge der Inneren Mission München kann vorerst weiter seine Türen öffnen. Eine Spende von 20.000 Euro aus der Hilfsaktion "Adventskalender" der Süddeutschen Zeitung (SZ) sowie Einzelspenden sicherten kurzfristig die Arbeit, wie das diakonische Hilfswerk als Träger der Einrichtung am Mittwoch mitteilte. Für die Kinderbetreuung in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber fehle aber weiter die nötige staatliche Grundfinanzierung. Der Asyl-Kindergarten, in dem seit Mitte vergangenen Jahres bis zu 20 Jungen und Mädchen aus dem Iran betreut werden, gilt in Südbayern als einzigartig.

Der bayerische Sozialstaatssekretär Jürgen Heike (CSU) hatte nach Angaben der Inneren Mission bei einem Besuch der Einrichtung im April zugesichert, sich um finanzielle Unterstützung durch das Sozialministerium zu kümmern. Deshalb sieht der Geschäftsführer der Inneren Mission, Günther Bauer, die Regierung von Oberbayern und die Staatsregierung in der Pflicht. Die Betriebskosten für ein Jahr beliefen sich auf rund 40.000 Euro. Eine Kinderbetreuung ist in der Flüchtlingsgesetzgebung jedoch nicht festgeschrieben.

Kinder litten unter der Flüchtlingssituation häufig stärker als Erwachsene, weil sie die Ursachen und Umstände der Flucht kaum nachvollziehen könnten. Der Staat dürfe sich aus humanitären Gründen nicht darauf beschränken, sich um das körperliche Wohl der Flüchtlingskinder zu kümmern, warb Bauer für den notwendigen Erhalt des Asyl-Kindergartens.

(Artikel vom 30.05.2007)

URL:
http://www.epv.de/node/3485