Diakonie und E.ON kooperieren im Kindergarten

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Diakonie und E.ON kooperieren im Kindergarten

Modellprojekt soll Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern

Bayreuths Diakonie will künftig mit Kooperationsverträgen im Kindergartenbereich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Diakonie-Geschäftsführer Uwe Manert und der Personalleiter von E.ON-Netz Bayreuth, Gerhard Popp, haben inzwischen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Danach werden künftig für das Unternehmen mit seinen 300 Mitarbeitern bis zu zehn Kindergartenplätze im Bayreuther Stadtteil Laineck reserviert. E.ON-Netz leistet dafür einen jährlichen Extrazuschuss von 2.000 Euro pro Kindergartenjahr.

Manert stellte neben den üblichen Kindergartenangeboten eine Reihe von Zusatzleistungen in Aussicht, so die Gewinnung von Tagesmüttern sowie eine Abend-, Wochenend- und Ferienbetreuung. Sie müssten jedoch gesondert bezahlt werden. Flexibilität garantiert das Modell auch bei Gastkindern aus Landkreisgemeinden. Falls die Herkunftsgemeinde einen Förderbeitrag verweigert, springt die E.ON ein.

Personalleiter Popp sagte bei der Vertragsunterzeichnung, es genüge heute nicht mehr, dass sich ein Unternehmen nur um das Arbeitsfeld kümmere. "Wir wollen die beruflichen und privaten Interessen unter einen Hut bringen." Er kündigte an, dass E.ON-Führungskräfte im Rahmen des Projekts "Seitenwechsel" zeitweise in sozialen Einrichtungen arbeiten würden. Auch im Lainecker Kindergarten werden sich E.ON-Mitarbeiter engagieren, zum Beispiel bei der Gartengestaltung.

(Artikel vom 25.09.2007)