Integrationsprojekt für Russlanddeutsche
Integrationsprojekt für Russlanddeutsche
Nürnberger SinN-Stiftung fördert Beheimatung in der Kirche
Deutschstämmige aus der ehemaligen Sowjetunion sollen in Nürnberger Kirchengemeinden eine neue Heimat finden. Um die Fremdheit abzubauen hat die evangelische "SinN-Stiftung" ein Integrationsprojekt ins Leben gerufen, wie die Seelsorge-Stiftung am Dienstag mitteilte. In Nürnberg leben 18.000 evangelische Migranten aus GUS-Staaten.
Die Projektleitung hat die Historikerin und Slawistin Sabine Arnold. Sie soll Pilotprojekte initiieren und die bereits vorhandenen Angebote der Gemeinden koordinieren. "Viele Spätaussiedler bringen traumatische Erfahrungen mit, weil sie wegen ihrer Nationalität und ihres Glaubens unter Stalin verfolgt wurden", erklärte sie. In Deutschland würden sie nun als "Russen" betrachtet und erlebten, dass ihre beruflichen Fähigkeiten und ihre mitgebrachten Wertvorstellungen nichts zählten.


