Neue Landessynode mit Festgottesdienst eröffnet
Neue Landessynode mit Festgottesdienst eröffnet
Wahlen im Mittelpunkt der konstituierenden Sitzung in Bayreuth
Mit einem Festgottesdienst ist am Sonntag die erste Tagung der neugewählten bayerischen evangelischen Landessynode in Bayreuth eröffnet worden. Zuvor waren die 108 Synodalen, in der Mehrzahl Laien, in einem feierlichen Zug in die Bayreuther Ordenskirche St. Georgen eingezogen. Bayreuth ist traditionell Austragungsort der konstituierenden Sitzung der Synode, dem Kirchenparlament der 2,6 Millionen Protestanten in Bayern.
Landesbischof Johannes Friedrich rief die neuen Synodalen in seiner Predigt auf, die Kirche auf einen guten Weg zu bringen. Dazu gehöre, die biblische Botschaft in die Gesellschaft hinein zu vermitteln und das Leid der Menschen zu lindern. Arbeitslose, kranke und einsame Menschen bedürften in besonderem Maße kirchlicher Zuwendung. Die Kirche müsse sich auch um die Kinder kümmern, die "zuwenig Mittel haben, um ordentlich zu leben", betonte der Bischof. Bei allen kirchlichen Aktivitäten müsse im Zentrum das Kreuz stehen.
Nach der Predigt wurden die Synodalen auf ihr Amt verpflichtet. Die Mehrzahl der Synodalen waren im Dezember von den Kirchenvorständen in den rund 1.500 Gemeinden gewählt worden; zu den berufenen Mitgliedern gehört auch der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU).
Im Mittelpunkt der Synodaltagung, die bis Donnerstag dauert, stehen die Wahlen des Präsidiums und der Ausschüsse. Die bisherige Synodenpräsidentin Heidi Schülke (Coburg) hat nicht mehr für die Synode kandidiert. Als mögliche Nachfolgerin gilt die bisherige synodale Vizepräsidentin Dorothea Deneke-Stoll (Ingolstadt), im Gespräch ist auch der Wunsiedler Landrat Peter Seißer (SPD).
Die Synode, die nach ihrer Konstituierung in Bayreuth, zwei Mal im Jahr in unterschiedlichen bayerischen Städten zusammenkommt, hat als "kirchenleitendes Organ" weitreichende Kompetenzen: Die Synodalen wählen den Bischof, beschließen den Haushalt, verabschieden die Kirchengesetze und entscheiden in Personalfragen.


