Kirche will missionarische Aktivitäten verstärken
Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus dauerhaft nötig
Die bayerische Landeskirche will ihre missionarischen Aktivitäten verstärken. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der evangelischen Kirche in Bayern sollten so geschult werden, dass sie "ihren Glauben in die Gesellschaft ausstrahlen können", sagte die neugewählte Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll am Dienstag vor Journalisten am Rande der Landessynode in Bayreuth.
Wie Landesbischof Johannes Friedrich erklärte, müsse die religiöse Sozialisation von Kindern, die in vielen Familien inzwischen völlig abgerissen sei, "höchste Priorität" haben. Deshalb habe die Landeskirche als Pilotprojekt eine spezielle "Jugendkirche" in Nürnberg geschaffen.
Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus bleibe eine Kernaufgabe der Kirche, betonten das Synodenpräsidium und der Landesbischof übereinstimmend. Peter Seißer (SPD), neuer Vizepräsident der Landessynode, sagte, dass dazu die Kirche ein klares Bekenntnis zur Demokratie abgeben und eigene Fehler während der NS-Zeit deutlich machen müsse. Als Landrat in Wunsiedel, wo sich die Grabstelle von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß befindet, hat Seißer Gesetzesinitiativen gegen die Aufmärsche von Rechtsextremisten angestoßen.