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Veröffentlicht auf EPV - Evangelischer Presseverband für Bayern (http://www.epv.de)

Keine Gentechnik auf Kirchenland

Keine Gentechnik auf Kirchenland

Auf evangelischem Kirchenland in Bayern dürfen keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden. Gentechnische Manipulationen seien Eingriffe in die Schöpfung, deren Folgen nicht absehbar seien, erklärte die Landeskirche am Dienstag in München.

Deshalb erlaubt die Kirche auch keinen Verzicht auf Abstandsflächen, wie sie das neue Gentechnikgesetz vorsieht, welches am 1. April in Kraft treten sollte. Danach sind zwar Mindestabstände von 150 Metern zwischen Flächen mit gentechnisch veränderten Pflanzen und konventionell bewirtschaften Flächen vorgeschrieben, doch können sich Nutzer benachbarter Flächen in dieser Frage einvernehmlich einigen. "

"Wer Land von der Kirche pachtet, wird das nicht dürfen", erklärte der zuständige Pfründestiftungsverband der Landeskirche. Ab 1. Mai würden Pachtverträge eine Klausel enthalten, die eine derartige Einigung ausschließt. Alle seit 1. Januar abgeschlossenen Pachtverträge enthielten einen entsprechenden Passus, wonach der Anbau gentechnischer Pflanzen ausgeschlossen ist. Der Verband ist zuständig für die Bewirtschaftung von 5.100 Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen in Kirchenbesitz.

Bundespräsident Horst Köhler soll das Gentechnik-Gesetz einem Medienberichten zufolge noch nicht unterzeichnet haben.

(Artikel vom 01.04.2008)

URL:
http://www.epv.de/node/3963