Erzieherverband lehnt Büchergeld ab

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Erzieherverband lehnt Büchergeld ab

Noch mehr Chancenungleichheit im Bildungssystem

Die geplante gesetzliche Einführung eines Büchergelds an den bayerischen Schulen stößt beim Gesamtverband Evangelischer Erzieher und Erzieherinnen (GVEE) auf Ablehnung. Das Büchergeld sei eine "Bankrotterklärung des Staates in seiner Verantwortung für die Bildung", erklärte der Verband am Mittwoch in Nürnberg. Es verschärfe die Chancenungleichheit zwischen Kindern aus finanziell gut gestellten und aus sozial schwachen Familien.

Der Gesetzentwurf der Staatsregierung zum Büchergeld bedeute den Einstieg in die Privatisierung und Ökonomisierung des Bildungssystems, kritisierte der Verband. Die geplante Summe von 20 Euro für die Grundschüler und 40 Euro für alle anderen sei zwar moderat im Vergleich zu sonstigen Kosten wie für Kopien, Arbeitshefte oder Schulausflüge. Sie setze jedoch das falsche Signal. Anstatt die Eltern zusätzlich zu belasten, müsse berücksichtigt werden, welche Gesamtausgaben sie pro Kind und Jahr sowieso schon hätten.

(Artikel vom 02.03.2005)