Mehr tun gegen Kinderarmut
Mehr tun gegen Kinderarmut
Bayerische Diakonie sieht Warnungen bestätigt
Die bayerische Diakonie hat verstärkte Anstrengungen gefordert, um Kinder und Jugendliche vor Armut zu bewahren. Das Kindergeld müsse auf ein Existenz sicherndes Niveau von mindestens 300 Euro angehoben werden, erklärte der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern (Nürnberg), Ludwig Markert, am Montag. Außerdem solle kostenfreies Mittagessen zum Standardangebot jeder Kindertagesstätte werden.
Von dem Bericht über die Kinder- und Jugendarmut, den Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Montag in Berlin vorgestellt hat, sieht sich die Diakonie bestätigt. Der evangelische Wohlfahrtsverband weise schon seit Jahren auf das Armutsrisiko von Alleinerziehenden, Familien mit mehr als drei Kindern und Einwandererfamilien hin, erklärte Markert.
Entscheidender Schlüssel zur Armutsprävention sei die Bildung. Um Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft zu gewährleisten, müssten Kindertageseinrichtungen für unter Dreijährige und Ganztagesschulen ausgebaut werden. Nötig seien zudem ein familienorientiertes Steuersystem und die Entlastung der Eltern von Bildungsausgaben wie etwa Studiengebühren.


