Evangelische Landjugend gegen Genpflanzen

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Evangelische Landjugend gegen Genpflanzen

Abhängigkeit der Bauern von Saatgutkonzernen befürchtet

Die Evangelische Landjugend in Bayern hat sich gegen den Anbau genveränderter Pflanzen ausgesprochen. Es sei fraglich, ob im kleinstrukturierten Bayern eine Koexistenz von genverändertem und nicht-genverändertem Anbau überhaupt möglich sei, erklärte der Agrarsoziale Arbeitskreis (ASA) des Jugendverbandes am Montag in Pappenheim. Außerdem drohe den Landwirten durch die genveränderten Sorten die Abhängigkeit von Saatgutkonzernen.

Wegen des Klimawandels möchten die Junglandwirte jedoch nicht auf die Forschung im Bereich der Grünen Gentechnik verzichten. Trockenresistente Pflanzen würden künftig an Bedeutung gewinnen, erklärten sie. Allerdings müsse die Forschung öffentlich erfolgen und publiziert werden, damit die Ergebnisse nicht mehr von Konzernen exklusiv genutzt werden könnten. Weltweit werden nach Zahlen der Landjugend schon auf 114 Millionen Hektar, der dreifachen Fläche der Bundesrepublik, genveränderte Pflanzen angebaut.

(Artikel vom 09.06.2008)