Haberer kritisiert "grell verpackte Ödheit" im Fernsehen

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Haberer kritisiert "grell verpackte Ödheit" im Fernsehen

Programmmacher sollen sich an der Vielschichtigkeit des Lebens orientierten

Realitätsverlust und grell verpackte Ödheit bestimmen nach Aussage der früheren Rundfunkbeauftragten der evangelischen Kirche in Deutschland, Pfarrerin Johanna Haberer, viele Fernsehprogramme in Deutschland. Die Vielschichtigkeit menschlichen Lebens werde ausgeblendet und immer mehr Programmfläche mit "informations- und inhaltslosen Endlosschleifen" gehüllt. Zurück bleibe "die Entwöhnung der normalen Fernsehzuschauer von der Normalität des Menschen", sagte die Professorin für christliche Publizistik an der Universität Erlangen am Montagabend bei der Verleihung der diesjährigen Karl-Buchrucker-Preise für sozial-bewusste Publizistik. Ausgezeichnet wurden der Journalist Bernd Kastner von der Süddeutschen Zeitung, die Fernsehjournalistin Uta Claus aus Berlin und der Leiter der Sozialeinrichtung "Münchner Insel" und Rundfunkprediger Pfarrer Gerhard Born.

(Artikel vom 15.03.2005)