Kirchenparlament unterstützt Anti-Nazi-Demos

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Kirchenparlament unterstützt Anti-Nazi-Demos

Christen sollen sich an Protestveranstaltungen beteiligen

Das Kirchenparlament des Evangelisch-Lutherischen Dekanats München hat auf seiner Sitzung am Dienstagabend die Christen in der Region München zur Teilnahme an Protestveranstaltungen gegen einen geplanten Aufmarsch von Rechtsextremen am Samstag, 2. April, in München aufgerufen. "Es muss deutlich gemacht werden, dass es in unserer Gesellschaft kein Recht auf Nazi-Propaganda gibt", sagte der Leiter der Evangelischen Dienste in München, Kirchenrat Klaus Schmucker, vor den Kirchenparlamentariern.

Münchens Protestanten gehören zum Bündnis für Toleranz und Demokratie, das Gegenveranstaltungen zu der Nazi-Demo organisiert. Unter anderem ist eine Kundgebung auf dem Marienplatz geplant, bei der der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und mehrere jüngere Redner sprechen werden. In der City sollen weiße Rosen in Erinnerung an die Widerstandsorganisation "Weiße Rose" der Geschwister Scholl verteilt werden. Die Kirchengemeinden und kirchliche Organisationen und Werke sollten sich an der Werbung für die Protestveranstaltungen beteiligen, forderte Schmucker.

(Artikel vom 16.03.2005)