Hof hält an verkaufsoffenen Sonntagen fest
Hof hält an verkaufsoffenen Sonntagen fest
Vorstoß der beiden großen Kirchen blieb ohne Erfolg
Hof (epd) Die Stadt Hof will trotz massiver kirchlicher Bedenken auch im Jahr 2009 an ihren verkaufsoffenen Sonntagen festhalten. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Hofer Stadtrat mit großer Mehrheit. Damit folgte das kommunale Parlament einem Vorschlag des Hofer Einzelhandelverbandes.
In einem Offenen Brief an die Stadtratsmitglieder hatten am 19. Januar die Repräsentanten der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Hof vor einer schleichenden Aushöhlung des Sonntagsschutzes gewarnt. Auf Vorschlag des Einzelhandelsverbandes sollen unter anderem am 19. April (Weißer Sonntag), am 1. November (Allerheiligen) und am 29. November (erster Advent) die Geschäfte geöffnet sein.
Offene Läden an besonders geprägten Sonntagen sind nach Ansicht der Kirchenvertreter nicht akzeptabel. Sie könnten, wie es im Offenen Brief heißt, leicht als Affront gegenüber der Christen und als Missachtung religiöser Gefühle verstanden werden. Vor allem für eine Ladenöffnung am ersten Adventssonntag wurde kein Verständnis bekundet. Der Bayerische Landtag habe gerade die Adventssonntage schützen wollen, leider aber eine Gesetzeslücke hinterlassen.
In einem Schreiben an den Oberbürgermeister und die Fraktionschefs im Rathaus hatten Hofs evangelischer Dekan Günter Saalfrank und sein katholischer Amtskollege Peter Waibel für eine besondere Profilierung des Samstags als Einkaufstag geworben, mit konkreten Aktionen und besonderen Angeboten wie kostenlose Parkplätze. Der Sonntag solle dagegen als Tag der Arbeitsruhe gerade in der Adventszeit nicht angetastet werden.


