Fußball gedenkt NS-Opfer
Fußball gedenkt NS-Opfer
Am "Erinnerungstag" Stadiondurchsagen gegen Rechtsextremismus
Zum fünften Mal ruft die Deutsche Fußball Liga (DFL) zum Rückrundenstart der Bundesliga an diesem Wochenende (30. Januar bis 1. Februar) zum "Erinnerungstag" für die Opfer des Nationalsozialismus auf. Mit Stadiondurchsagen vor Spielbeginn und Beiträgen in Fanmagazinen sollen die Vereine an die Opfer des Holocaust erinnern, zu denen damals auch Fußballspieler und Funktionäre gehörten. Der "Erinnerungstag" ist an den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 geknüpft und geht auf eine Initiative der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau zurück.
Die Aktion erinnert nicht nur an die dunkle Geschichte, sondern richtet sich auch gegen die Parolen rechtsextremer Stadiongänger. Mit ihren Gesängen, so der Text für die Stadiondurchsage, "verspotten sie die Opfer und rufen zu Menschenhass und Rassismus auf". Der Erinnerungstag solle Fans ermutigen, unmissverständlich gegen Menschenverachtung und Diskriminierung einzutreten.
Der erste "Erinnerungstag im deutschen Fußball" fand im Januar 2005 statt. Seit Herbst 2005 verleiht der Deutsche Fußballbund (DFB) jährlich den Julius-Hirsch-Preis. Er erinnert an den deutsch-jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch aus Karlsruhe, der 1943 im KZ Auschwitz ermordet wurde. Der Deutsche Fußballbund (DFB) hatte im April 1933 jüdische Spieler aus ihren Heimatvereinen ausgeschlossen und sie dem nationalsozialistischen Terrorregime preisgegeben.


