Jüdisch-christliche Woche als Zeichen des Miteinanders

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Jüdisch-christliche Woche als Zeichen des Miteinanders

AcK-Vorsitzender Weiss appelliert an den Zentralrat der Juden

Der Regensburger evangelische Regionalbischof, Hans-Martin Weiss, appelliert an den Zentralrat der Juden, sich trotz des Falles Williamson an der christlich-jüdischen "Woche der Brüderlichkeit" zu beteiligen. Angesichts der Irritationen um die antisemitischen Äußerungen des erzkonservativen Bischofs Richard Williamson sei es besonders wichtig, "Zeichen des christlich-jüdischen Miteinanders zu setzen", sagte Weiss, der auch bayerischer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) ist, der Evangelischen Funk-Agentur. Er habe von Überlegungen des Zentralrats der Juden gehört, wegen der Holocaust-Leugnung durch Williamson, möglicherweise nicht an der 60. "Woche der Brüderlichkeit" vom 1. bis 8. März teilzunehmen.

Die Vorgehensweise des Papstes habe das Versöhnungsthema zwischen Juden und Christen gefährdet, so Weiss weiter. Zudem habe er die Befürchtung, dass die katholische Kirche eher eine "Konsolidierung mit ihrem konservativen Rand" anstrebe als eine "Weitung des gesamtökumenischen Dialogs". "Es wäre ein Wunder, wenn der Papst Beschlüsse auch einmal zurücknehmen würde", sagte der Regionalbischof.

(Artikel vom 06.02.2009)