Evangelisches Siedlungswerk kauft Wohnblocks in Fürth
Evangelisches Siedlungswerk kauft Wohnblocks in Fürth
312 Wohnungen von städtischer WBG übernommen
Das Evangelische Siedlungswerk Bayern (ESW) kauft in Fürth-Schwand 312 Mietwohnungen aus dem Bestand der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) der Stadt Fürth. Mit dem Neuerwerb, der zum 1. Juli vollzogen werden soll, wächst das ESW-Eigentum in Fürth nach eigener Mitteilung von derzeit 258 auf 570 Wohneinheiten.
Der Kauf der neuen Wohnungen habe sich angeboten, da der größte Teil der alten direkt daneben liege, sagte der ESW-Immobilienmanager Hannes Erhardt dem epd. Für die Mieter bleibe vorerst alles wie gehabt, versicherte Erhardt. Mieterhöhungen werde es vor Abschluss der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen nicht geben und danach nur innerhalb des gesetzlich zulässigen Rahmens.
Mit der Beseitigung des "massiven Instandsetzungs-Staus" will das Siedlungswerk Erhardt zufolge 2010 beginnen. Vor allem die energetische Sanierung mit Erneuerung der Fenster und verbesserter Wärmedämmung sei nötig.
Fürth-Schwand beschrieb Erhardt als gutes Viertel mit vernachlässigten Wohnblocks. "Wir wollen die Anlage ordentlicher bewirtschaften", versprach er. Damit die Mieter einen direkten Ansprechpartner hätten, werde das ESW vor Ort ein Hausmeisterbüro einrichten.
Als kirchliches Unternehmen liege dem Siedlungswerk daran, dass die Veränderungen sozialverträglich vonstatten gingen, versicherte Erhardt. In seiner 60-jährigen Geschichte habe das ESW stets Verantwortung gegenüber seinen Mietern gezeigt. Einem Bericht der "Fürther Nachrichten" (Montagsausgabe) zufolge fürchten die Mieter um die bisher billigen Mieten, hoffen jedoch andererseits auf eine ordnende Hand im Viertel.
Neben dem Ankauf in Fürth setzt das Siedlungswerk derzeit einen Schwerpunkt im Neubau von Mietwohnungen. In Nürnberg werden 14 Mietwohnungen in der Werderau und 50 im Tillypark gebaut. 100 Studentenwohnungen entstehen in Bayreuth. Über ganz Bayern verteilt verwaltet das Siedlungswerk 13.000 Wohneinheiten mit Schwerpunkten in der Metropolregion Nürnberg, München und Ingolstadt.


