Katholische Bischofskonferenzen sollen Spielräume nutzen

Meldung kurz | epd - Landesdienst Bayern

Katholische Bischofskonferenzen sollen Spielräume nutzen

Erwartungen von Landesbischof Friedrich an den neuen Papst

Von dem neuen Papst erhofft sich der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich, dass er die nationalen Bischofskonferenzen ermuntert, die eigenen Spielräume stärker zu nutzen. Es könnte im Ermessens-Spielraum der katholischen Bischofskonferenz liegen, auch nichtkatholische Ehepartner zur Eucharistie zuzulassen, sagte Friedrich am Montag auf einer Pressekonferenz am Rande der in Augsburg tagenden Landessynode. Die Problematik der "konfessionsverschiedenen Ehepaare" sei typisch deutsch, da nur in Deutschland die beiden großen Kirchen fast die gleiche Anzahl an Mitgliedern hätten.

Außerdem äußerte Friedrich als Wunsch an den neuen Papst, dass über den Zölibat neu verhandelt werde. Dies sei wichtig für die "katholischen Schwestern und Brüder", sagte Friedrich, der auch Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist.

(Artikel vom 11.04.2005)