Jüdisches Museum stellt Tel Aviv als "Ort des Exils" für Juden vor

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Jüdisches Museum stellt Tel Aviv als "Ort des Exils" für Juden vor

Die Ausstellungsreihe "Orte des Exils" des Jüdischen Museums München befasst sich von an mit der Stadt Tel Aviv, die 100 Jahre alt wird. Die Schau "Minchen ve'Tel Aviv" widme sich unter anderem der Bauhaus-Architektur der israelischen Stadt, teilte der Museumsdirektor Bernhard Purin vor Journalisten mit. Zudem enthülle die Ausstellung die Lebensgeschichten vier jüdischer Künstler aus München, die während des Dritten Reiches Zuflucht in Tel Aviv gefunden hatten. Unter ihnen der Maler Ludwig Schwerin, der Musiker Paul Ben Haim, die Tänzerin Rhea Glus und der Plakatmaler David Schneuer.

Die bis zum 7. Juni dauernde Ausstellung sei zweigeteilt, erklärte Purin weiter. Ein Teil zeige mit dem Foto-Essay "Fragments of a style" des israelischen Fotografen Yigal Gawze das architektonische Gesicht der Stadt. "Meine Farbfotografien sollen die besondere Beziehung zwischen dem hellen Licht Tel Avivs und ihren typisch weißen Bauhausstil-Gebäuden hervorheben", sagte der Künstler bei der Pressevorbesichtigung. Auffällig an seinen Bildern ist der tiefblaue Himmel Tel Avivs, den er ohne "Digitalkamera und Photoshop" festgehalten habe.

Der zweite Teil der Ausstellung werfe anhand der Künstlerbiografien einen Blick hinter die "weiße Bauhaus-Fassade". Wichtig sei gewesen, das Schaffen der Künstler zu beleuchten, und wie es durch die Emigration beeinflusst wurde, hieß es. Zwischen 1933 und 1941 seien insgesamt rund 60.000 deutsche Juden ins damalige Palästina ausgewandert.

Die Reihe "Orte des Exils" stellt seit Dezember drei Städte nacheinander vor, die seit dem Mittelalter Fluchtpunkte für Juden wurden. Mit "Minchen ve'Tel Aviv" hat das Jüdische Museum jetzt die zweite Runde eingeläutet. Die erste Ausstellung behandelte Istanbul, die letzte befasst sich ab Juni mit dem US-amerikanischen Washington Heights. Öffnungszeiten der Ausstellung sind jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.

Internet: www.juedisches-museum-muenchen.de.

(Artikel vom 23.03.2009)